Jugendgerechte Verbraucherinformationen gestalten

JUGEND-VERBRAUCHER-DIALOG

Wie kann moderne jugendgerechte Verbraucherinformation aussehen? Bei dieser Frage setzte das Projekt „Jugend-Verbraucher-Dialog“ an und beteiligte Jugendliche daran, neue Informationskanäle für Verbraucherinformationen zu entwickeln.

Im Zuge der Globalisierung stehen junge Menschen einem immer größeren Angebot an Konsumprodukten gegenüber; gleichzeitig wollen sie ihre individualisierten Lebens- und Konsumstile, die u.a. durch Themen wie Umweltschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit geprägt sind, in ihren Kaufentscheidungen zum Ausdruck bringen. Durch die fortschreitende Digitalisierung können junge Menschen auf die zahlreichen, kommerziellen Angebote auch immer leichter und früher zugreifen.

Trotz der permanenten Konfrontation fehlt es bisher an Verbraucherinformationen, die im Sinne einer jugendgerechten Kommunikation jungen Menschen in ihrer Rolle als Konsument*innen ihre Verbraucherrechte erklären. Genau hier wollte das Projekt „Jugend-Verbraucher-Dialog“ ansetzen und Jugendliche daran beteiligen, neue, jugendgerechte Informationskanäle für Verbraucherinformationen aufzubauen und sie mit Inhalten zu füllen, die sowohl den hohen Qualitätsstandards qualifizierter Informationsangebote genügen, als auch eine jugendgerechte Sprache, Form und Ästhetik nutzen. Sowohl die Kanäle und Streuungsmöglichkeiten, als auch Design, Ästhetik, Sprache und CI des Projektes wurden zuvor von jungen Menschen in Design-Thinking-Workshops erarbeitet.

Gerahmt wurde das Projekt durch zwei Großevents:

Hauptzielgruppe des Projektes waren junge Menschen im Alter von 16 bis 21 Jahren, die vor allem über die sozialen Netzwerke erreicht und in ihren Rechten als Konsument*innen aufgeklärt und für einen kritischen Konsum sensibilisiert werden sollten.

Von jungen Menschen für junge Menschen – dieser Fokus wurde während der dreijährigen Projektlaufzeit vor allem durch die dezentral etablierte Jugendredaktion getragen. Mit der Unterstützung durch die IJAB-Mitarbeiter*innen, Design- und Kommunikationsagenturen und Online-Trainings sollten Jugendliche mit und ohne redaktionelle Vorkenntnisse aktuelle Inhalte zu den fünf relevanten Themenräumen – Digitale Lebenswelten | Körper und Gesundheit |Nachhaltiger Konsum | Reise und Mobilität | Wohnen, Miete und Geld – entwickeln. Auf Basis der Kommentare und Fragen junger Menschen wurden sie auch nach der Veröffentlichung kontinuierlich weiterbearbeitet.

Der Jugend-Verbraucher-Dialog ist noch bei Facebook! Der Instagram-Kanal des Projekts wurde in ein Projekt der Verbraucherzentrale Bayern überführt, die Verbraucherschutz für junge Menschen aus dem ländlichen Raum greifbar machen möchte: @verbraucherschutz_togo.

Das Projekt ist für den Bundespreis Verbraucherschutz 2024 nominiert.

Das Projekt „Jugend-Verbraucher-Dialog“ wurde über die dreijährige Laufzeit (2021-2023) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz finanziert und von IJAB umgesetzt.

Stillleben mit drei Glühbirnen auf buntem Hintergrund.
Aktuelle Beiträge zum Jugend-Verbraucher-Dialog

Ansprechpersonen
Kira Schmahl-Rempel
Projektreferentin
Portal der Kinder- und Jugendhilfe
Tel.: 0228 9506-104
Till Veerbeck-Stroetmann
Projektreferent Eurodesk
Tel.: 0228 9506-158