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Jugendbeteiligung

Studie zu Jugendvertretungsstrukturen erschienen

Jugendbeteiligung in der EU

Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse ihrer Studie zu Strukturen der Jugendvertretung in der Europäischen Union veröffentlicht. Zum Forschungsteam gehörten Laurie Day und Cecile McGrath von Ecorys sowie Professor Barry Percy-Smith, Direktor des Zentrums für angewandte Kindheits-, Jugend- und Familienforschung an der Universität Huddersfield, und Sladjana Petkovic, Forscherin und europäische Jugendexpertin.

03.06.2020 / Susanne Klinzing
Jugendliche vor einer Wand Jugendliche vor einer Wand

Ziel der Studie war es, neue Erkenntnisse über die Landschaft der Jugendvertretungsorgane auf europäischer Ebene im Zusammenhang mit der Umsetzung der Jugendstrategie der Europäischen Union zu gewinnen, insbesondere unter dem Blickwinkel der Säule "Engage" zur Beteiligung von Jugendlichen am demokratischen Leben. Zu diesem Zweck wurden vier Ziele festgelegt:

  1. eine allgemeine Bestandsaufnahme der europäischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und EU-weiten Netzwerke im Jugendbereich durchzuführen, um Lücken in der Jugendvertretung auf EU-Ebene zu erkennen und angemessener Vertretung der verschiedenen Interessen der regionalen und lokalen Ebenen;
  2. den Beitrag der EU-Finanzierung für Jugendorganisationen und -netzwerke zu bewerten, insbesondere Programms Erasmus+ in Bezug auf die Beteiligung und Vertretung Jugendlicher;
  3. neue Trends in der Jugendbeteiligung zu identifizieren und Empfehlungen zu formulieren, wie ihr Potenzial im Rahmen der EU-Jugendstrategie besser ausgeschöpft werden könnte und
  4. Empfehlungen bezüglich der EU-Finanzierung für europäische Nichtregierungsorganisationen und EU-weite Netzwerke im Jugendbereich zu formulieren.

Die Studie möchte Empfehlungen zur Verbesserung der Unterstützungsmechanismen für die Jugendbeteiligung auf EU-Ebene geben, insbesondere um die Kluft zwischen der EU und lokalen/regionalen Jugendorganisationen zu überbrücken und um die Wirksamkeit von EU-Zuschüssen für europäische Nichtregierungsorganisationen und EU-Netzwerke zu verbessern.

Umfang der Studie

Im Rahmen der Studie wurden europäische Nichtregierungsorganisationen und EU-weite Netzwerke, die im Jugendbereich tätig sind, beleuchtet. Nachfolgende Klassifikation ist angelehnt an die in den Erasmus+-Berichten verwendeten Kategorien. Sie wurde um die Kategorie "neue" Jugendbewegungen und anderer potenzielle Jugendstrukturen erweitert:

Die Studie umfasste neben EU-NRO und europäischen Netzwerken auch Jugendorganisationen, die keine EU-Fördermittel erhalten. Dazu gehörten auch solche, die auf landesweiter oder lokaler Ebene tätig sind, um den Jugendbereich in ausreichender Breite und Tiefe asbzudecken.

Zeitraum und Elemente der Studie

Die Studie wurde zwischen Juni und Oktober 2019 durchgeführt.

Neben der Auswertung von Sekundärdaten wurden Telefoninterviews mit Vertreter(inne)n von EU-gefördeten Projekten geführt. Zudem wurden Jugendorganisationen über eine Online-Befragung um Rückmeldungen zu ihren Erfahrungswerten zur Jugendbeteiligung gebeten. Außerdem gab es Gespräche mit sogenannten Fokus-Gruppen sowie mit Jugendlichen in sechs Ländern (Belgien, Irland, Italien, Kroatien, Litauen, Schweden).

Empfehlungen

Das Forschungsteam spricht Empfehlungen aus an die Europäische Kommission:

sowie an nationale und lokale Akteure in der EU:

Die Studie steht auf Englisch zur Verfügung und kann auf der Webseite des Büros für Publikationen der Europäischen Union heruntergeladen werden.

Quelle: Europäische Union