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Jugendbeteiligung

Jugend im ländlichen Raum voranbringen

Jugendialog-Forderungen als Teil von EU-Politik

In den Schlussfolgerungen des Rats der Europäischen Union finden sich Ergebnisse des EU-Jugenddialogs zum Jugendziel #6 „Jugend im ländlichen Raum voranbringen“ wieder. Die Anliegen und Forderungen junger Menschen waren zunächst gesammelt und dann im Frühjahr auf der EU-Jugendkonferenz in Kroatien vorgestellt worden.

29.06.2020 / Cathrin Piesche

Im EU-Jugenddialog bekommen junge Menschen überall in der Europäischen Union die Möglichkeit, mit politisch Verantwortlichen über ihre Ideen und Forderungen zu sprechen. Indem Politiker/-innen von den Anliegen und Forderungen junger Menschen erfahren, können sie diese bei ihren Entscheidungen berücksichtigen. So können junge Menschen Politik mitgestalten. Der EU-Jugenddialog sammelt die Anliegen und Forderungen junger Menschen zu bestimmten Themen in der gesamten EU und leitet sie an politisch Verantwortliche weiter – auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene.

Von Januar bis Juli 2020 war das Fokusthema im EU-Jugenddialog das Europäische Jugendziel #6 „Jugend im ländlichen Raum voranbringen“. Während dieser Zeit sammelte der Jugenddialog strukturiert die Forderungen und Meinungen junger Menschen aus Deutschland zum Schwerpunktthema. Die Ergebnisse wurden im Frühjahr auf der EU-Jugendkonferenz in Kroatien von den EU-Jugendvertreter/-innen in den politischen Diskurs eingebracht.

Im Mai 2020 hat der Rat der EU die Schlussfolgerung „Mehr Chancen für junge Menschen in ländlichen und abgelegenen Gebieten“ verabschiedet, in welcher sich die Forderungen und Meinungen junger Menschen aus der gesamten Europäischen Union, die ihm Rahmen des EU-Jugenddialogs in allen EU-Mitgliedstaaten gesammelt wurden, widerspiegeln sollten.

Das Team des Jugenddialogs hat das Dokument mit den Forderungen verglichen und kommt zu dem Schluss: Einige Forderungen junger Menschen aus Deutschland spiegeln sich in der Schlussfolgerung des Rates der EU wider. Das ist ein gutes Zeichen für wirksame Jugendbeteiligung. Denn mit der Schlussfolgerung appelliert der Rat der EU an die EU-Mitgliedstaaten, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um mehr Chancen für junge Menschen in ländlichen und abgelegenen Gebieten zu schaffen. Nun liegt es an den Mitgliedstaaten, dieser Aufforderung nachzukommen und konkrete Schritte zur Verbesserung der Situation einzuleiten.

[Quelle: Deutscher Bundesjugendring, 25.6.2020]