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Japan

Fachaustausch geht weiter

Deutsch-Japanisches Studienprogramm als Online-Seminar

Wie sieht Beteiligung Jugendlicher in Japan aus? Wie funktioniert Inklusion in der Bildung? Wie unterscheiden sich die sozialen Sicherungssysteme in Japan und Deutschland? Diese und weitere Fragen diskutierten die Teilnehmenden des Deutsch-Japanischen Studienprogramms in einem Online-Seminar, das IJAB in Kooperation mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDBZ) durchführte.

12.06.2020 / Claudia Mierzowski

Eigentlich wären die 18 Fachkräfte am 5. Juni gerade in Japan gewesen und hätten zwei Wochen intensiven Austausch zu den Bereichen Medien und Armut hinter sich gehabt. Doch auch das Deutsch-Japanische Studienprogramm in Japan fiel den Auswirkungen der Pandemie zum Opfer und musste abgesagt werden.

Nichts desto trotz hat IJAB in Kooperation mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDBZ) den Teilnehmenden des Studienprogramms nun zumindest einen ersten Blick nach Japan ermöglicht. In einem Online-Seminar konnten sie sich mit den sozio-kulturellen und politischen Rahmenbedingungen Japans sowie mit den Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe und der Lebenssituation junger Menschen vertraut machen. Gerahmt wurde dieser Austausch durch vorab aufgezeichnete Vorträge, die den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt wurden. Die Zeit während des virtuellen Treffens konnte so vollständig für Fragen und Diskussion genutzt werden - wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. Welche Themen bewegen Japans Jugend? Wie sieht Beteiligung Jugendlicher in Japan aus? Wie funktioniert Inklusion in der Bildung? Und wo tun sich Unterschiede zwischen Deutschland und Japan in den sozialen Sicherungssystemen für Familien bzw. Kinder und Jugendliche auf? Das waren Fragen, die in den zwei Stunden angeregt erörtert wurden. Auch Aspekte der Digitalisierung in der außerschulischen Bildung und der Ausbildung von Medienpädagogen wurden bereits angeschnitten.
 
Wenn ein solches Angebot auch keinerlei Ersatz sein kann für den Erkenntnisgewinn, den ein internationales Programm bieten kann, bot es doch eine interessante Austauschplattform für eine erste Beschäftigung mit Japan. Die Beteiligten zeigten sich ihrerseits rundum zufrieden mit dem Format. Nach der Sommerpause werden dann jeweils themenspezifische Seminare zu den Schwerpunkten "Mediales Umfeld junger Menschen" und "Armut in Kindheit und Jugend" folgen.

Vier junge Frauen schauen in die Kamera.
Über die Zusammenarbeit mit Japan

Seit 50 Jahren führt IJAB Fachkräfteprogramme mit Japan durch - eine Zusammenarbeit mit großer Kontinuität. Erfahren Sie mehr über diese Kooperation und wie Sie daran teilhaben können.

Ansprechpartner/-innen
Claudia Mierzowski
Referentin für Internationale jugendpolitische Zusammenarbeit
Tel.: 0228 9506-109
Portraitfoto Dorothea Wuensch
Dorothea Wünsch
Referentin für Internationale jugendpolitische Zusammenarbeit
Tel.: 0228 9506-133
Portrait Timo Herdejost
Timo Herdejost
Sachbearbeitung
Tel.: 0228 9506-130
Publikationen zu Japan
Hintergrundinformationen
Jugend und Medien in Japan
Dokumentation des Deutsch-Japanischen Studienprogramms vom 25. Mai - 08. Juni 2019 in Japan
#jugend #medien #japan