Digitale Jugendbildung

Entwicklung einer digitalen Methodik der Internationalen Jugendarbeit

Einladung zum Fachsymposium

Am 10. Dezember 2020 von 10 – 14 Uhr starten IJAB und JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis im Rahmen dieses Online-Symposium einen Diskurs zum Thema digitale (internationale) Jugendarbeit, der den Fokus weniger auf die Tools und vielmehr darauf richtet, wie Lerneffekte auf Jugendliche und Fachkräfte systematisch untersucht werden können und welche Qualitätskriterien dafür gelten sollen.

17.11.2020 / Cathrin Piesche

Angesicht der aktuellen Krise leidet die Internationale Jugendarbeit in besonderem Maße. Geplante Maßnahmen können nicht stattfinden, die Kontakte zu den Partnern nur unter erschwerten Bedingungen aufrechterhalten werden und drohende finanzielle Einbußen bei vielen Trägern im In- und Ausland werden auch auf längere Sicht das Arbeitsfeld belasten.

Gleichzeitig beschleunigt die Pandemie das Tempo der digitalen Transformation. Auch im Bereich der Internationalen Jugendarbeit werden derzeit verstärkt digitale Formate erprobt, um virtuelle Begegnungen, Kooperationen, Trainings und Konferenzen online durchzuführen. Es ist davon auszugehen, dass diese Formen der Zusammenarbeit und Kommunikation auch nach der Corona-Krise zum Einsatz kommen und in das Instrumentarium grenzüberschreitender Lernmobilität vermehrt einfließen.

In diesem Sinne kann die internationale Jugendarbeit im besonderen Maße von der Digitalisierung profitieren. Dabei müssen neue Konzepte erprobt und weiterentwickelt werden, um digitale Ansätze und hybride Formate in die vorhandene Methodik der internationalen Jugendarbeit einzupassen, ohne bestehende Qualitätsstandards und erwünschte Lerneffekte zu verlassen. Virtuelle Werkzeuge zur Kollaboration, Kommunikation, Projekt- und Qualitätsmanagement sowie digitale Qualifizierungsformate müssen auf den Prüfstand gestellt werden, inwiefern sie tatsächlich einen Mehrwert erbringen. Gleichzeitig sollten auch tradierte Verfahren und Methoden beleuchtet werden, ob sie durch neue, digitale Möglichkeiten verbessert, vereinfacht und schließlich auch ersetzt werden können.

Ausgehend von den auf europäischer Ebene entwickelten Ansätzen zu Digitaler Jugendarbeit und Smart Youth Work fehlt es bisher an Grundlagen, die sich explizit mit der Methodik der Internationalen und Europäischen Jugendarbeit auseinandersetzen und die Konzepte auf das Lernfeld des internationalen Austauschs beziehen. Dafür wollen wir einen Diskurs starten, der den Fokus weniger auf die Tools und vielmehr darauf richtet, wie Lerneffekte auf Jugendliche und Fachkräfte systematisch untersucht werden können und welche Qualitätskriterien dafür gelten sollen.

Haben Sie Interesse an dem Online-Symposium teilzunehmen?
Dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an unsere Kollegin Martina Lingnau.

Mehrere junge Menschen sitzen an einem Tisch und arbeiten an Laptops.
Über Digitale Jugendbildung

Digitale Jugendbildung ermöglicht jungen Menschen, das Internet als Kommunikations- und Kulturraum verantwortungsvoll zu nutzen und gesellschaftlich und politisch teilzuhaben.