Eine Gruppe junger Erwachsener steht für ein Gruppenfoto zusammen, mit einem älteren Herrn in der Mitte, auf einer Balkonterrasse vor einer städtischen Kulisse mit sichtbarem Regierungsgebäude und Fernsehturm. Eine Gruppe junger Erwachsener steht für ein Gruppenfoto zusammen, mit einem älteren Herrn in der Mitte, auf einer Balkonterrasse vor einer städtischen Kulisse mit sichtbarem Regierungsgebäude und Fernsehturm.
Gruppenfoto der Teilnehmenden von Youth4Peace mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin
Demokratie und Menschenrechte

Junge Stimmen für Frieden und Demokratie

Youth4Peace im Zentrum der Politik

„Frieden ist mehr als Waffenruhe – er bedeutet Sicherheit, Teilhabe und ein Leben ohne Angst.“ Das Zitat einer Teilnehmerin verdeutlicht die Überzeugung, mit der vom 3. bis 9. Mai 2025 achtzig junge Erwachsene aus 26 Ländern in Berlin zur internationalen Jugendbegegnung Youth4Peace zusammenkamen. Gemeinsam setzten sie ein starkes Zeichen für Demokratie, Menschenrechte und internationalen Dialog – und wurden gehört: Im Rahmen des Programms kamen sie mit Bundeskanzler Friedrich Merz und mit Bundesjugendministerin Karin Prien ins Gespräch und überreichten ihre selbst entwickelte „Agenda für den Frieden“.

08.05.2025 / Stephanie Bindzus

Die intensive Begegnungswoche stand ganz im Zeichen der aktiven Auseinandersetzung mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Frieden und Demokratie. In Workshops, Zeitzeugengesprächen und kreativen Formaten entwickelten die Teilnehmenden Visionen und Forderungen für eine friedlichere Welt. Viele der jungen Erwachsenen bringen eigene Erfahrungen mit Krieg, Diskriminierung oder politischer Repression mit. Ihr Engagement – sei es in der politischen Bildung, im Kampf für Menschenrechte oder im Umgang mit gesellschaftlicher Ausgrenzung – verleiht ihren Perspektiven besondere Tiefe und Dringlichkeit.

Höhepunkte mit Signalwirkung

Am 8. Mai – dem 80. Jahrestag des Kriegsendes in Europa – nahmen die Jugendlichen an der offiziellen Gedenkveranstaltung im Deutschen Bundestag teil. Im Anschluss trafen sie Bundeskanzler Merz zu einem persönlichen Gespräch im Kanzleramt. Dieser schrieb im Anschluss auf Social Media: „Wir wollen mehr dafür tun, damit sich Jugendliche in unserem Land besser beteiligen können.“ Die Youth4Peace-Delegation nutzte die Gelegenheit, ihre Agenda für den Frieden zu überreichen und ihre Rolle als Akteur*innen des Wandels zu unterstreichen.
Auch Bundesjugendministerin Karin Prien zeigte sich bei der Abschlussveranstaltung im Centre Français in Berlin beeindruckt vom Engagement der jungen Erwachsenen. Sie würdigte internationale Jugendarbeit als wichtigen Beitrag zur Friedensarbeit und betonte:
„Jugendaustausch wie Youth4Peace ist ein Raum, der den Blick weitet und über Grenzen hinweg verbindet. Frieden muss errungen und verteidigt werden – von jeder Generation aufs Neue.“

Jugendaustausch als Friedensarbeit

Youth4Peace wurde von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam mit acht weiteren Organisationen der internationalen Jugendarbeit organisiert. Sie alle eint die Überzeugung, dass persönlicher Austausch Vorurteile abbauen, Verständnis fördern und zur demokratischen Resilienz beitragen kann. „Youth4Peace zeigt eindrucksvoll, dass junge Menschen nicht nur über Frieden sprechen – sie handeln. Der internationale Jugendaustausch gibt ihnen Raum, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsame Zukunftsbilder zu entwerfen. Das ist gelebte Demokratie über Grenzen hinweg.“ erklärt Daniel Poli, Direktor von IJAB.

Die Teilnehmenden entwickelten während der Woche konkrete Projekte, die sie in ihren Herkunftsländern weiterverfolgen – als Multiplikator*innen für Frieden, Beteiligung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

Agenda für den Frieden: Forderungen und kreative Botschaften

Ein zentrales Ergebnis der Woche ist die Agenda für den Frieden, die 16 Botschaften zu Themen wie Frieden, Bildung, Inklusion und Teilhabe versammelt. 
Youth4Peace hat gezeigt: Junge Menschen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen – wenn man ihnen zuhört, sie einlädt und ernst nimmt. Die Gespräche mit hochrangigen Vertreter*innen der Bundesregierung waren dabei nicht nur symbolisch, sondern ein starkes Signal: Internationale Jugendarbeit wirkt – als Motor für eine gerechtere und friedlichere Zukunft.

Getragen von einem starken Netzwerk

Youth4Peace wird getragen von

Ein junger Mann spricht in ein Mikrofon
Über Demokratie und Menschenrechte

Internationale Jugendarbeit und jugendpolitische Zusammenarbeit versteht IJAB als Beitrag zur Entwicklung einer starken Zivilgesellschaft und zur Förderung eines demokratischen Gemeinwesens.

Eine junge Frau hebt die Hand.
Über Jugendpolitik

IJAB beobachtet u.a. die jugendpolitischen Entwicklungen in Europa und der Welt und informiert über Interessantes.