Die intensive Begegnungswoche stand ganz im Zeichen der aktiven Auseinandersetzung mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Frieden und Demokratie. In Workshops, Zeitzeugengesprächen und kreativen Formaten entwickelten die Teilnehmenden Visionen und Forderungen für eine friedlichere Welt. Viele der jungen Erwachsenen bringen eigene Erfahrungen mit Krieg, Diskriminierung oder politischer Repression mit. Ihr Engagement – sei es in der politischen Bildung, im Kampf für Menschenrechte oder im Umgang mit gesellschaftlicher Ausgrenzung – verleiht ihren Perspektiven besondere Tiefe und Dringlichkeit.
Höhepunkte mit Signalwirkung
Am 8. Mai – dem 80. Jahrestag des Kriegsendes in Europa – nahmen die Jugendlichen an der offiziellen Gedenkveranstaltung im Deutschen Bundestag teil. Im Anschluss trafen sie Bundeskanzler Merz zu einem persönlichen Gespräch im Kanzleramt. Dieser schrieb im Anschluss auf Social Media: „Wir wollen mehr dafür tun, damit sich Jugendliche in unserem Land besser beteiligen können.“ Die Youth4Peace-Delegation nutzte die Gelegenheit, ihre Agenda für den Frieden zu überreichen und ihre Rolle als Akteur*innen des Wandels zu unterstreichen.
Auch Bundesjugendministerin Karin Prien zeigte sich bei der Abschlussveranstaltung im Centre Français in Berlin beeindruckt vom Engagement der jungen Erwachsenen. Sie würdigte internationale Jugendarbeit als wichtigen Beitrag zur Friedensarbeit und betonte:
„Jugendaustausch wie Youth4Peace ist ein Raum, der den Blick weitet und über Grenzen hinweg verbindet. Frieden muss errungen und verteidigt werden – von jeder Generation aufs Neue.“
Jugendaustausch als Friedensarbeit
Youth4Peace wurde von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam mit acht weiteren Organisationen der internationalen Jugendarbeit organisiert. Sie alle eint die Überzeugung, dass persönlicher Austausch Vorurteile abbauen, Verständnis fördern und zur demokratischen Resilienz beitragen kann. „Youth4Peace zeigt eindrucksvoll, dass junge Menschen nicht nur über Frieden sprechen – sie handeln. Der internationale Jugendaustausch gibt ihnen Raum, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsame Zukunftsbilder zu entwerfen. Das ist gelebte Demokratie über Grenzen hinweg.“ erklärt Daniel Poli, Direktor von IJAB.
Die Teilnehmenden entwickelten während der Woche konkrete Projekte, die sie in ihren Herkunftsländern weiterverfolgen – als Multiplikator*innen für Frieden, Beteiligung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Agenda für den Frieden: Forderungen und kreative Botschaften
Ein zentrales Ergebnis der Woche ist die Agenda für den Frieden, die 16 Botschaften zu Themen wie Frieden, Bildung, Inklusion und Teilhabe versammelt.
Youth4Peace hat gezeigt: Junge Menschen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen – wenn man ihnen zuhört, sie einlädt und ernst nimmt. Die Gespräche mit hochrangigen Vertreter*innen der Bundesregierung waren dabei nicht nur symbolisch, sondern ein starkes Signal: Internationale Jugendarbeit wirkt – als Motor für eine gerechtere und friedlichere Zukunft.
Getragen von einem starken Netzwerk
Youth4Peace wird getragen von
- ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch
- Deutscher Bundesjugendring (DBJR)
- Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW)
- Deutsch-Griechisches Jugendwerk (DGJW)
- Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)
- IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.
- JUGEND für Europa - Nationale Agentur Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps
- Regional Youth Cooperation Office (RYCO)
- Tandem – Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch

