Rund 1.500 Jugendliche aus aller Welt kommen jedes Jahr nach Deutschland. Sie gehen hier für ein halbes oder ganzes Jahr zur Schule, leben in einer Gastfamilie und werden Teil des Familienalltags. Dieser individuelle, langfristige Schüleraustausch fördert interkulturelle Kompetenzen, baut Vorurteile ab und ermöglicht nachhaltige, persönliche Verbindungen über Grenzen hinweg. Austauschschüler*innen und ihre Gastfamilien prägen dabei aktiv das Bild eines offenen und vielfältigen Deutschlands – im Inland wie im Ausland.
Jan Schütte, Geschäftsführer vom AJA Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch betont: „Das Engagement von Gastfamilien ist ein starkes Zeichen für Offenheit, gelebte Vielfalt und eine aktive Zivilgesellschaft. Dies ist insbesondere in Zeiten von erstarkendem Rechtsextremismus, Rassismus und zunehmenden demokratiefeindlichen Tendenzen ein wichtiges Signal.“
In den letzten Jahren ist es jedoch zunehmend schwieriger geworden, neue Gastfamilien zu finden und die hohe Nachfrage abzudecken.
Der AJA möchte mit der Kampagne „Offene Türen, offene Herzen – Austausch braucht Gastfamilien“ mehr Bewusstsein für die Bedeutung dieses Ehrenamts schaffen.
Botschafter*innen für Gastfamilien
Die Kampagne richtet sich sowohl an die Öffentlichkeit als auch gezielt an politische Entscheidungsträger*innen in Bund, Ländern und Kommunen mit dem Ziel, Abgeordnete, Landrät*innen und Bürgermeister*innen als Botschafter*innen zu gewinnen. Im Rahmen dieses Engagements tragen sie dazu bei, den Einsatz von Gastfamilien öffentlich zu würdigen – etwa durch Auszeichnungen, Ehrungen oder persönliche Unterstützung vor Ort.

