NEXTdays

Politik antwortet auf Jugendagenda der NEXTdays

Engagiert für ein nachhaltiges Europa

Bei den von IJAB veranstalteten NEXTdays im Herbst letzten Jahres formulierten junge Europäerinnen und Europäer Forderungen für eine nachhaltigere europäische Verbraucherpolitik. Die Parlamentarische Staatssekretärin der Justiz und für Verbraucherschutz, Rita Hagl-Kehl, zeigt sich nun in ihrem Antwortbrief vom Engagement der jungen Menschen sehr beeindruckt und spricht allen beteiligten Jugendlichen ihren ausdrücklichen Dank aus.

26.03.2021 / Cathrin Piesche

Das Antwortschreiben im Wortlaut: „Die jungen Menschen haben sich aber nicht nur für ein nachhaltiges Europa stark gemacht. Sie haben auch eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die Beteiligung junger Menschen zur Gestaltung einer nachhaltigen Verbraucherpolitik ist. Denn in einer gesellschaftlichen Debatte auf der Suche nach Wegen in eine nachhaltige Konsumgesellschaft kommt der Jugend eine besonders wichtige Rolle zu. Zum einen sind Möglichkeiten für das Engagement junger Menschen im demokratischen Leben von entscheidender Bedeutung für eine funktionierende Demokratie und die Gesellschaft im Ganzen. Zum anderen wird sich jede politische Entscheidung, die wir heute treffen, auf die junge Generation am längsten auswirken. Daher ist das Gelingen der Transformation zur Nachhaltigkeit für sie besonders wichtig.

Die vorliegende Jugendagenda habe ich mit Interesse gelesen. Sie enthält wichtige Impulse für die Gestaltung einer nachhaltigen Verbraucherpolitik und leistet einen wertvollen Beitrag für die Erreichung der Ziele der VN-Agenda 2030 „Transformation unserer Welt: Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.“

Die Kernforderungen dieser Agenda hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz schon am 1. Dezember 2020 auf dem Consumer Day „Verbraucherpolitik im Dienst der Sustainable Development Goals der Agenda 2030“ einem breiten Publikum aus ganz Europa anhand der produzierten Videos vorgestellt. Einzelne Forderungen fanden bereits Eingang in die politische Arbeit. So wurde nicht zuletzt aufgrund des Beitrages der jungen Menschen auf dem Consumer Day die Forderung nach einem Recht auf Reparatur von der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft als eine wichtige Forderung für die künftige europäische Verbraucherpolitik identifiziert und in die Schlussfolgerungen des Rates der Europäischen Union zur Neuen Verbraucheragenda „Stärkung der Resilienz von Verbraucherinnen und Verbrauchern als Voraussetzung für eine nachhaltige Erholung“ aufgenommen. Auch behandeln diverse Forschungsprojekte, die vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert werden, die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030. Dabei steht unter anderem die Wissensvermittlung und Bildung zu Nachhaltigkeit auch von jungen Verbraucherinnen und Verbrauchern im Fokus.

Weitere in der Jugendagenda enthaltene Forderungen, wie etwa der Umgang mit nicht mehr genutzten digitalen Produkten oder veralteten Daten, stellen ebenfalls wichtige Impulse dar, die wir bei unserer politischen Arbeit, unter anderem in politischen Debatten zu einzelnen künftigen legislativen Vorschlägen, adressieren werden.

Die Jugendagenda enthält auch eine Reihe von Forderungen, für die innerhalb der Bundesregierung andere Bundesministerien zuständig sind. Beispielsweise liegen die Vorschläge für eine nachhaltige Ernährung im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, an das die Anliegen weitergeleitet werden.“

Über die NEXTdays

Wie kann nachhaltige Verbraucherpolitik in Europa aussehen? NEXTdays fragt junge Menschen aus Europa und sorgt dafür, dass ihre Ideen, Meinungen und Interessen gehört werden!

Ansprechpartnerin
Portrait Kira Schmahl
Kira Schmahl-Rempel
Projektreferentin
JUGEND::VERBRAUCHER::DIALOG - Junge Menschen gestalten jugendgerechte Verbraucherinformation
Tel.: 0228 9506-104