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Digitale Jugendarbeit: Der internationale Austausch geht weiter

Vernetzung und Qualifizierung sind Schwerpunkte

Ein Handbuch zur Methodik digitaler Jugendarbeit, das Mapping von Good-Practice-Beispielen und unterschiedliche Online-Formate zu Vernetzung und Qualifizierung – die Ergebnisse des Follow-ups zum Barcamp „Digital Transformer Days“ sind sehr konkret.

01.10.2021 / Christian Herrmann

Ende Juni fand das internationale Barcamp Digital Transformer Days statt, um die Möglichkeiten digitaler Jugendarbeit auszuloten. Zum Ende der Veranstaltung wurden Themen festgehalten, an denen die Teilnehmenden weiterarbeiten möchten. Dazu gehört die internationale Vernetzung, von der sich die Teilnehmenden Einblicke in Good-Practice-Beispiele aus anderen Ländern erhoffen und Qualifizierung, um Fachkräfte in den Stand zu versetzen, digitale Projekte in der Jugendarbeit umsetzen zu können. Das Follow-up des Barcamps, das am 30. September online stattfand, griff genau diese Themen auf.

13 internationale Expert*innen waren am 30. September zusammengekommen. Schon ihre Zusammensetzung machte deutlich, worin eine der Stärken von Online-Formaten besteht. Menschen aus Ghana, Algerien, den Philippinen und Deutschland saßen am digitalen Tisch. Erfrischend an solchen Austauschen ist, dass sie nie den Erwartungen an das Gegenüber entsprechen. „Bei uns mangelt es an Guidelines für den Einsatz digitaler Tools in Jugendarbeit und Schule“, beklagte eine Teilnehmerin aus Deutschland. Aus Ghana war zu hören: „Bei uns ist der Einsatz digitaler Tools selbstverständlich“. „Qualifizierung, das ist so unglaublich deutsch“, amüsierte sich eine Teilnehmerin von den Philippinen, die schon lange in Deutschland lebt, „bei uns ist das so: Wer etwas gut kann, macht es einfach und die anderen lernen davon“.

Am Ende des zweistündigen Austauschs standen sehr konkrete Vorschläge, wie die Themen Vernetzung und Qualifizierung umgesetzt werden sollen. Auf das größte Interesse stieß ein Handbuch zur Methodik digitaler Jugendarbeit. Eine interaktive Karte soll künftig Good-Practice-Beispiele auffindbar machen. Die DIY²-Labore von IJAB, in denen gemeinsam digitale Methoden und Themen erprobt werden, sollen für ein internationales Publikum geöffnet werde. Eine Facebook-Gruppe wird angelegt werden, um Kontinuität in den Austausch zum Thema digitale Jugendarbeit zu bringen und ein internationales Café soll regelmäßig informelle Begegnungen ermöglichen und auch ein weiteres Barcamp im kommenden Jahr wurde gewünscht. Für das Café fand sich spontan eine Freiwillige, die es umsetzen möchte.

Anfang 2022 – möglicherweise im Februar – wird IJAB zu einem weiteren Follow-up einladen. Dann wird sich zeigen, wie weit die vielfältigen Ideen gediehen sind oder welche darüber hinaus gehenden Vorschläge noch entstanden sind.

INT 4.0 – Namensnennung CC BY 4.0
Dieses Werk ist lizenziert unter einer INT 4.0 – Namensnennung CC BY 4.0 Lizenz.
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