Anlässlich der Eröffnung des Büros in Leipzig bringt Dr. Franziska Giffey eine Hausplakatte des Deutsch-Griechischen Jugendwerks an Anlässlich der Eröffnung des Büros in Leipzig bringt Dr. Franziska Giffey eine Hausplakatte des Deutsch-Griechischen Jugendwerks an
Griechenland

Leipziger Büro des Deutsch-Griechischen Jugendwerks eingeweiht

Schlüssel übergeben

Bundesjugendministerin Giffey hat dem künftigem deutschen Generalsekretär des Deutsch-Griechischen Jugendwerks die Schlüssel für das Leipziger Büro übergeben. Anfang 2021 soll das Deutsch-Griechische Jugendwerk seine Arbeit aufnehmen.

12.10.2020 / Susanne Klinzing

Heute wurde ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin getan: Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey hat gemeinsam mit dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhardt Jung und dem Bürgermeister der Stadt Thessaloniki - dem künftigen Sitz des Büros in Griechenland - Konstadinos Servas, das Leipziger Büro des Jugendwerks eingeweiht. Gemeinsam haben sie dem künftigen deutschen Generalsekretär, Gerasimos Bekas, die Schlüssel für die Büroräume übergeben. In den kommenden Monaten wird das deutsche Büro zusammen mit den griechischen Partnern die Voraussetzungen für den Start des Jugendwerks schaffen, zum Beispiel indem die dafür notwendigen Förderrichtlinien erarbeitet und verabschiedet werden.

Dem europäischen Gedanken ein weiteres Gesicht geben

„Ich freue mich, dass wir ganz in der Nähe des historischen Leipziger Marktplatzes schöne Räume für das Jugendwerk gefunden haben“, erklärt Bundesjugendministerin Giffey. „Mit der Ansiedlung dieser internationalen Organisation im Osten Deutschlands setzen wir ein Zeichen für die europäische Idee und geben dem europäischen Gedanken ein weiteres Gesicht. Auch wenn direkte Begegnungen im Moment durch Corona nur sehr eingeschränkt möglich sind, ist es wichtig, dass wir die Mobilität junger Menschen durch internationale Kontakte und den Jugendaustausch weiter unterstützen und fördern. Es wird wieder die Zeit kommen, in der mehr als digitaler Austausch möglich ist. Das Deutsch-Griechische Jugendwerk wird dazu beitragen, das Verständnis junger Menschen beider Länder füreinander zu verbessern, Vorurteile abzubauen und die Lebensweisen, Traditionen und Mentalitäten im jeweils anderen Land zu verstehen – das ist gut für die jungen Menschen beider Länder, aber auch für ganz Europa. Denn für Europas Zukunft brauchen wir ihre Ideen, ihre Kraft und ihre Stimmen.“

Jugendaustausch zwischen Deutschland und Griechenland ausbauen

Das Ziel der Bundesregierung, den Jugendaustausch zwischen Deutschland und Griechenland auszubauen, geht auf den Koalitionsvertrag der vergangenen Legislaturperiode zurück. Die Gründung des Jugendwerks hat das BMFSFJ mit einem Sonderprogramm zur Intensivierung des deutsch-griechischen Jugendaustausches vorbereitet. Dadurch konnten viele wichtige Partner in beiden Ländern vernetzt werden. So haben bereits mehr als 8.000 junge Menschen und Fachkräfte der Jugendarbeit an Begegnungen in Deutschland und Griechenland teilgenommen. In fünf Fachforen haben jeweils 150 junge Teilnehmende diskutiert und Vorschläge erarbeitet, wie zukünftig zum Beispiel die Erinnerungsarbeit in die Jugendbegegnungen besser eingebunden werden kann.

Dieses Engagement will die Bundesregierung im Deutsch-Griechischen Jugendwerk ausbauen und verstärken. Dafür wird das Jugendwerk ab 2021 in den Büros in Leipzig und Thessaloniki arbeiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden die Akteure des Austausches, Vereine, Verbände, Einsatzstellen, Fachkräfte und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beraten, Informationsveranstaltungen durchführen und konkrete Begegnungen fördern.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

IJAB war in den letzten fünf Jahren zuständig für den Ausbau und die Weiterentwicklung des deutsch-griechischen Jugend- und Fachkräfteaustauschs im Rahmen der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Griechenland. Mit Aktivitäten zur Vernetzung, Information und Qualifizierung von Trägern in Deutschland und in Griechenland hat IJAB dazu beigetragen, dass ein starkes Netzwerk entsteht, das heute über mehrjährige Erfahrung im deutsch-griechischen Jugendaustausch vorweisen kann. Alle Ergebnisse von Aktivitäten zu Themen wie  etwa Inklusion, Berufliche Orientierung, Politische Bildung, Erinnerungsarbeit, Sprachanimation uvm. und daraus resultierende Perspektiven und Bedarfe werden Schritt für Schritt an das Deutsch-Griechische Jugendwerk übertragen.

Eine Frau spricht in ein Mikrofon
Über die Zusammenarbeit mit Griechenland

IJAB unterstützt das Bundesjugendministerium beim Aufbau eines Jugendwerks mit Griechenland und bietet Fortbildungen, Veranstaltungen, Information und Beratung an.

Ansprechpartnerinnen
Natali Petala-Weber
Referentin für die bilaterale Zusammenarbeit mit Griechenland
Tel.: 0228 9506-201
Brigitte Ludowisy
Sachbearbeitung
Tel.: 0228 9506-206
Anke Müller
Anke Müller
Sachbearbeitung / Assistenz Geschäftsbereichsleitung Internationale jugendpolitische Zusammenarbeit
Tel.: 0228 9506-103