Programme für Jugendbeteiligung der Vereinten Nationen
An welchen Jugendbeteiligungsprogrammen auf Ebene der Vereinten Nationen können junge Menschen aus Deutschland mitwirken? Was ist deren inhaltliche Ausrichtung? Eine Zusammenfassung:
Mit dem Programm Jugenddelegierte zur Generalversammlung der Vereinten Nationen entsendet Deutschland seit 2006 jährlich im September zwei Jugenddelegierte zur Generalversammlung der Vereinten Nationen (United Nations General Assembly, UNGA) als offiziellen Teil der nationalen Delegation. Das Auswärtige Amt (AA) leitet die nationale Delegation zur UNGA. Über die UNGA hinaus sind diese Jugenddelegierten auch an der jährlich im Februar stattfindenden Sitzung der Sozialentwicklungskommission der Vereinten Nationen (United Nations Commission for Social Development, CSocD) als Mitglied der nationalen Delegation unter der Leitung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) beteiligt. Das Jugenddelegierten-Programm zur UNGA wird umgesetzt vom Deutschen Nationakomitee für internationale Jugendarbeit (DNK) im Deutschen Bundesjugendring (DBJR) und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) im Auftrag von AA und BMBFSFJ.
Die Jugenddelegierten gelten als Jugendvertreter*innen für die Interessen und Forderungen der jungen Menschen aus Deutschland. Hierfür setzen sie eine sogenannte “Deutschlandtour” im Vorfeld der UN-Generalversammlung um: Die Jugenddelegierten bieten im Rahmen der Deutschlandtour Workshops für junge Menschen in Deutschland an, in denen sie über die Arbeit der Vereinten Nationen und die Themen der Generalversammlung informieren. Dabei ermutigen sie junge Menschen, nachzufragen, mitzumachen und sich für die Ziele der Vereinten Nationen einzubringen. Die Stimmen junger Menschen aus Deutschland tragen die UN-Jugenddelegierten als offizielles “Sprachrohr” in ihrer Rede vor dem 3. Ausschuss der UN-Generalversammlung vor.
Das Engagement der UN-Jugenddelegierten zeigt sich in vielfältigen Formaten: von Side Events zu unterschiedlichen Themen an verschiedenen nationalen und internationalen Konferenzen, über eine Ausstellung im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York mit den Post-its junger Stimmen aus Deutschland oder der Teilnahme an Podcasts zu ihren Erfahungen und Erkenntnissen bis hin zu regionalen Vernetzungstreffen und vieles mehr. Ihre Arbeit machen die UN-Jugenddelegierten sichtbar auf den entsprechenden Social Media-Kanälen sowie auf der Internetseite der UN-Jugenddelegierten zur Generalsversammlung: www.jugenddelegierte.de.
2025 wurde das einjährige Jugenddelegierten-Programm, nach dem Vorbild des Jugenddelegierten-Programms für Nachhaltige Entwicklung, nach dem Senior-Junior-Modell umstrukturiert und somit auf eine Dauer von zwei Jahren verlängert. Dieses sieht vor, dass stets ein*e Senior- und ein*e Junior-Delegierte*r parallel im Amt sind: Die Senior-Person im zweiten Jahr ihres Mandats gibt Erfahrungen, Wissen und Netzwerke an die Junior-Person im ersten Mandatsjahr weiter. Damit wird Kontinuität gesichert, während gleichzeitig Raum bleibt für die Einbindung neuer Perspektiven. Zum 01.07.2025 ist die erste Kohorte nach diesem Modell mit den beiden Jugenddelegierten gestartet.
Aktuell haben Sahra Rezaie (Senior) und Eduard Hilgert (Junior) das Amt inne.
Auf einen Blick:
- Jugenddelegierte 2026/2027: Sahra Rezaie und Eduard Hilgert Kontakt: info@jugenddelegierte.de
- Internetauftritt Jugenddelegierte zur Generalversammlung der Vereinten Nationen: https://www.jugenddelegierte.de/
- Die Jugenddelegierten auf Instagram: https://www.instagram.com/jugenddelegierte
- Twitter: https://twitter.com/YouthDelegates
- Facebook: https://www.facebook.com/jugenddelegierte
Aktuellste Beiträge:
- Beitrag DNK (10.04.2026): Debriefing der UN-Jugenddelegierten im Bundestag
- Schlaglicht BMBFSFJ (01.09.2025): Mareike Wulff trifft Jugenddelegierte der Vereinten Nationen
- Blogartikel (22.09.2025): “UN Youth Delegates Call for Inclusive Security Council Reform”
Träger:
- Deutsches Nationalkomittee für internationale Jugendarbeit: Paula Neher-Old, Referentin für das Deutsche Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK): paula.neher-old(at)dbjr.de
- Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen - It's up to YOUth: Felix Deist, Referent DGVN-Generalsekretariat: deist(at)dgvn.de
Das Jugenddelegierten-Programm zur Generalversammlung der Vereinten Nationen wird gefördert vom BMBFSFJ und vom AA.
Seit 2017 koordiniert die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen mit dem Programm Youth for CSW die Teilnahme von zwei Jugenddelegierten im Alter zwischen 18 und 25 Jahren mit Expertise im Bereich Gendergerechtigkeit an der Sitzung der UN-Frauenrechtskommission (Commission on the Status of Women, CSW). Die UN-Frauenrechtskommission findet in der Regel jährlich im März im Hauptquartier der Vereinten Nationen, in New York, statt. Die Vorbereitung und Begleitung erfolgen durch das DGVN-Generalsekretariat sowie durch Ehrenamtliche mit UN-Expertise.
Das Mandat wechselt jährlich und die Jugenddelegierten sind eingeladen, während und nach der Sitzung in relevanten Social-Media-Kanälen und Netzwerken über Themen, Ereignisse und Ergebnisse der Sitzung zu berichten und ihre Erkenntnisse und Erfahrungen aktiv an junge Menschen zu vermitteln.
DGVN-Jugenddelegierte bei der 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission (CSW69) im März 2026 sind Ezgi Gülistan Gül und Samet Beşyaprak.
Auf einen Blick:
- Jugenddelegierte zur CSW 70: Ezgi Gülistan Gül und Samet Beşyaprak
- Internetauftritt Jugenddelegierte zur Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen: Youth for CSW
- Die Jugenddelegierten auf Instagram: @dgvnev
- UN Women Deutschland: https://unwomen.de/
Aktuellste Beiträge:
- Beitrag DGVN (11.12.2025): Unsere Jugenddelegierten zur CSW70
- Beitrag Deutscher Frauenrat (08.12.2025): FRK-Dialogforum: Im Recht liegt die Kraft
Träger:
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen - Youth for CSW: Christina Seidel, Referentin DGVN-Generalsekretariat: seidel@dgvn.de
Das Programm Youth for CSW wird gefördet vom Auswärtigen Amt und vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Seit dem Weltgipfel in Johannesburg 2002 (Rio+10) entsenden der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) und das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zwei Jugenddelegierte zur UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung nach dem Senior-Junior-Modell. Nach Rio+20 – seit 2013 – wurde die UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung durch das Hochrangige Politische Forum zu nachhaltiger Entwicklung (High-level Political Forum for Sustainable Development, HLPF) abgelöst, das in der Regel jährlich im Juli stattfindet.
Dort vertreten die Jugenddelegierten die Interessen der jungen Menschen aus Deutschland. Außerdem setzen sie sich bundesweit für die Umsetzung der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) ein. Dabei treten die Jugenddelegierten in Dialog mit jungen Menschen, berichten zu den SDGs und dem Stand ihrer Umsetzung. Die Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung sammeln im Vorfeld des HLPF Stimmen junger Menschen, die u. a. in den Freiwilligen Nationalen Bericht Deutschlands zur Umsetzung der Agenda2030 einfließen. 2025 hat Deutschland den dritten Freiwilligen Nationalen Bericht (VNR) beim HLPF präsentiert.
Die Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung waren in der Vergangenheit auch beteiligt an der Umweltversammlung der Vereinten Nationen (United Nations Environmental Assembly, UNEA), dem weltweit höchsten Entscheidungsgremium zu Umweltfragen, das alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen umfasst. Zudem können die UN-Jugenddelegierten – nach Bedarf und Themensetzung – auch an anderen Gipfeln beteiligt werden, wie z. B. dem ECOSOC Youth Forum – das Jugendforum des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen.
Aktuell haben Matilda Ramge (26/27) und Florian Brod (25/26) das Amt der Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung inne.
Auf einen Blick:
- Jugenddelegierte 2026/2027: Matilda Ramge und Florian Brod Kontakt: matilda.ramge@dbjr.de; florian.brod@dbjr.de
- Internetauftritt Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung: www.jugenddelegierte.dbjr.de
- Die Jugenddelegierten auf Instagram: www.instagram.com/jugenddelegiertenachhaltigkeit
Aktuellste Beiträge:
- Beitrag Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung (23.04.2026): Die UN-Jugenddelegierten beim Regional Forum on Sustainable Development 2026: Zwischen SDGs und beoynd GDP
- Beitrag Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung (17.04.2026): Von Berlin nach New York: Unsere Vorbereitung auf das HLPF 2026 - nationales HLPF in Berlin
- Beitrag Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung (23.06.2026): Engagementforum 2026 von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt: Jugendengagement für Nachhaltigkeit stärken
Träger:
- Deutscher Bundesjugendring (DBJR): Miriam Zubke, Projektreferentin Beteiligung an Nachhaltiger Entwicklung Koordinierungsstelle Jugendbeteiligung in Klimafragen (DBJR): miriam.zubke(at)dbjr.de
Das Programm Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
Das Jugenddelegiertenprogramm des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ergänzt die deutsche Delegation zur Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA) durch die Aufnahme eines*r Nachwuchsvertreters*in. Das Programm wurde im Rahmen der Umsetzung der Strategie der Bundesregierung zur globalen Gesundheit 2021 initiiert. Wesentliche Aufgabe des*der Jugenddelegierten besteht darin, auf Prioritäten der jungen Menschen in der globalen Gesundheit aufmerksam zu machen, junge Menschen für das Thema Globale Gesundheit zu begeistern und ihre Stimme im Rahmen des WHA-Prozesses einzubeziehen.
Im System der Vereinten Nationen nimmt die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) als Sonderorganisation für Gesundheit eine zentrale Rolle ein. Das Jugenddelegiertenprogramm zur Teilnahme an der WHA – dem höchsten Entscheidungsgremium der WHO – soll deutsche Nachwuchskräfte fördern und ihre Teilnahme an multilateralen Prozessen ermöglichen. Dies bietet jungen Menschen die Chance, die Arbeit der WHO kennenzulernen, sich für eine Karriere in der globalen Gesundheit zu begeistern und sich mit deutschen und internationalen Akteur*innen zu vernetzen (s. Ausschreibung 2025).
Der*die Jugenddelegierte erhält die Chance, für junge Menschen in Deutschland ein Statement auf der WHA abzugeben, das er*sie in Zusammenarbeit mit dem BMG vorbereitet. Vor der WHA tritt der*die Jugenddelegierte mit jungen Menschen in den Austausch, um deren Stimme in das Statement einfließen zu lassen und auf der WHA zu vertreten. Auch im Nachgang an die WHA kann der*die Jugenddelegierte Jugendkonsultationen organisieren, solange diese zu konkreten Ergebnissen (z. B. Policy Briefs) im Rahmen deutscher globaler Gesundheitspolitik führen.
Aktuell hat Amélie Belosevic das Amt der Jugenddelegierten zur Weltgesundheitsversammlung und begleitet das Auswahlverfahren für den*die Jugenddelegierten ab 2027.
Auf einen Blick:
- Jugenddelegierte für WHA 2026: Amélie Belosevic Kontakt: germany@youthdelegatewha.de
- Jugenddelegierten zur WHA auf Instagram: www.instagram.com/whayouthdelegate_germany/
Aktuellste Beiträge:
- Global Health Hub (05.05.2026): Ausschreibung Jugenddelegierte*r zur Weltgesundheitsversammlung 2027
- Global Health Hub YouTube (27.02.2026): A minute with Amélie Belosevic
- Global Health Hub (27.08.2025): Erfahrungsbericht des deutschen Jugenddelegierten zur 78. Weltgesundheitsversammlung
Träger:
- Global Health Hub in der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit: info(at)globalhealthhub.de
Das Jugenddelegierten-Programm zur Weltgesundheitsversammlung wird gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit.
Die Naturschutzjugend (NAJU) im Naturschutzbund (NABU) setzt zwei Jugenddelegierten-Programme zu den Vereinten Nationen um: Mit dem Programm NAJU for Climate entsendet die Organisation seit 2019 jährlich über Eigenmittel NAJU-Mitglieder im Alter zwischen 18 und 27 Jahren zur UN-Klimakonferenz (UN-Climate Change Conference, UNFCCC-COP). Die NAJU for Climate-Delegation ist nicht Teil der offiziellen nationalen Delegation, dennoch vernetzen sich die jungen Delegierten mit den Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung und tauschen sich untereinander in unterschiedlichen Kontexten aus.
Mit dem Programm Voice for Biodiv zur UN-Konferenz für biologische Vielfalt (Conference of the Parties to the Convention of Biological Diversity, CBD COP, auch Biodiversitätskonferenz) entsendet die NAJU in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz über Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sechs Personen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren zur CBD COP, die alle zwei Jahre stattfindet. Auch diese Jugenddelegierten sind nicht Teil der offiziellen nationalen Delegation, jedoch gibt es einen fachlichen Austausch mit dem Bundesamt für Naturschutz und eine Anbindung an das NABU-Netzwerk zu Klimapolitik. Dieses Delegierten-Programm steht allen interessierten jungen Menschen offen – nicht nur NAJU-Mitgliedern.
Auf einen Blick:
- Jugenddelegierte NAJU for Climate an der COP30: Nika Zander, Leo Schäfer, Luca Ernemann
- Internetauftritt NAJU for Climate
- NAJU for Climate auf Instagrag: www.instagram.com/naturschutzjugend
- Jugenddelegierte 2026 Voice for Biodiv: Isabel Kurth, Daye Schütte, Felician Heim, Johanna Reichel, Fee Winkler, Sebastian Amler
- Internetauftritt Voice for Biodiv
Aktuellste Beiträge:
- NAJU BIODIV-Blog (21.04.2026): In Rom bei dem Untergremium für die Vertragsumsetzung
- NAJU for Climate: Ausschreibung NAJU for Climate für COP31 in Antalya, Türkei (abgelaufen)
- NAJU BIODIV-Blog (03.12.2025): Zwischenkonferenzen in Panama City
Träger:
- NAJU: Janina Rüther, Referentin im Jugendbereich, Bundesgeschäftsstelle NAJU: janina.ruether(at)naju.de
Über die nationalen UN-Jugenddelegierten-Programme hinaus haben junge Menschen in Deutschland auch die Möglichkeit, sich für die UN-Jugenddelegierten-Programme zu bewerben, die die Europäische Union (EU) umsetzt. Die Teilnahme der EU am UN-Jugenddelegierten-Programm mit dem Titel European Union Youth Delegates to the UN Programme ermöglicht es der EU, seit 2022 “an relevanten Jugenddialogen bei den Vereinten Nationen teilzunehmen, sich für die Interessen und Rechte junger Menschen in Europa einzusetzen und die Vertretung und geografische Abdeckung junger Menschen in der EU zu verbessern” (s. Ausschreibung DBJR).
Das Programm entsendet jährlich 2 Jugenddelegierte aus den EU-Mitgliedsstaaten im Alter zwischen 18 und 30 Jahren zur Generalversammlung, zur Sitzung der Sozialentwicklungskommission sowie anderen Fachkommissionen das Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen. Das Mandat startet jeweils im September und hat eine Dauer von 12 Monaten. Die EU nominiert in Zusammenarbeit mit Vertreter*innen des Europäischen Jugendforums (European Youth Forum, EYF) und der Nationalen Jugendringe der EU-Mitgliedsstaten zwei Jugenddelegierte als Entsandte der offiziellen EU-Delegation zu den Vereinten Nationen. Daher arbeiten die EU-UN-Jugenddelegierten eng mit der EU-Delegation zusammen und werden eingeladen, sicherzustellen, dass eine Jugendperspektive in allen drei Säulen der Vereinten Nationen (Frieden und Sicherheit, nachhaltige Entwicklung, Menschenrechte) sowie in sämtlichen Arbeitsbereichen berücksichtigt wird.
Zu den Aufgaben der EU-UN-Jugenddelegierten gehört außerdem die Netzwerkpflege mit den Nationalen Jugendringen der EU-Mitgliedsstaaten und den Jugendorganisationen auf EU-Ebene, einschließlich des EU Youth Sounding Board, damit diese stets über wichtige Diskussionen, die sie betreffen, informiert sind. Darüber hinaus sind sie eingeladen, ihre Arbeit auf Social Media sichtbar zu machen und aktiv den Podcast Who Rules the World mitzugestalten. Koordiniert wird das EU-UN-Jugenddelegierten-Programm von der Generaldirektion für internationale Partnerschaften (Directorate-General for International Partnerships, DG INTPA) der EU-Kommission.
Auf einen Blick:
Weitere Informationen zum Programm: EU-UN Youth Delegates to the United Nations
Aktuellste Beiträge:
- EU (04.03.2026): Call for Applications 2026/2027
- EU (10.09.2025): Episode 2 - EU Youth Delegate to the UN | Veronika
Träger:
- EU in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Jugendforum und den Nationalen Jugendringen der Mitgliedsstaaten: engage@youthalumni.eu.
- In Deutschland ist das Deutsche Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK) im DBJR zuständig für die Nominierung von Jugenddelegierten aus Deutschland: dnk(at)dbjr.de.
2021 nahm der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (kurz: EWSA, European Economic and Social Council, EESC) entsprechend seiner Initiativstellungnahme für eine strukturierte Einbeziehung junger Menschen in den EU-Beschlussfassungsprozess in Klima- und Nachhaltigkeitsfragen erstmals eine*n Jugenddelegierte*n aus einem der EU-Mitgliedsstaaten in seine offizielle EU-Delegation zu den UNFCCC-COP-Treffen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC / Conference of the Parties, COP) auf. Seitdem entsendet der EWSA in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Jugendforum, Generation Climate Europe (GCE), YOUNGO und dem Global Youth Biodiversity Network eine*r EU-Jugenddelegierte*n zur UN-Klimakonferenz. Zuständig für die Nominierung aus Deutschland ist das Deutsche Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK).
Die*der Jugenddelegierte hat ein zweijähriges Mandat. Das Mandat umfasst die aktive Beteiligung an allen Sitzungen, Vor- und Nachbereitungs-Treffen sowie weiteren Aktivitäten, an denen auch die übrigen Mitglieder der EU-Delegation beteiligt sind. Zudem übernimmt der*die Jugenddelegierte die Koordination von bilaterale Treffen mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen, Jugendorganisationen und anderen Jugenddelegierten. Am Ende des Mandats ist der*die Jugenddelegierte an der Auswahl und Einarbeitung der*des Nachfolger*in beteiligt.
Angesichts der Dringlichkeit, der Klima- und Biodiversitätskrise gemeinsam zu begegnen, und der Notwendigkeit, die Synergien zwischen dem UN-Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen (UNFCCC) und dem UN-Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) zu stärken, soll das Mandat künftig auch Aufgaben im Zusammenhang mit dem Biodiversitäts-Prozess umfassen (s. EWSA).
Auf einen Blick:
- Jugenddelegierter zur COP 2026: Axel Eriksson
- EWSA Informationen zum Programm: EESC Youth Delegate to COP
Aktuellste Beiträge:
Träger:
- EWSA in Zusammenarbeit mit: Europäisches Jugendforum, Generation Climate Europe, YOUNGO, Global Youth Biodiversity Network: natsecretariat@eesc.europa.eu.
- In Deutschland ist das Deutsche Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK) im DBJR zuständig für die Nominierung von Jugenddelegierten aus Deutschland: dnk(at)dbjr.de.
Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) setzt über die Jugenddelegierten-Programme hinaus regelmäßig Jugendbeobachter*innen-Programme um. Das Jugendbeaobachter*innen-Programm zur Ministerialkonferenz zur Friedenssicherung (Peacekeeping Ministerial, PKM) wird von der DVGN im Auftrag des Auswärtigen Amtes (AA) und des Bundesministeriums für Verteidigung (BMVg) im Rahmen des DGVN-Programms Frieden sichern umgesetzt. Das Peacekeeping Ministerial findet unregelmäßig alle 1-2 Jahre statt. Der Bedarf und die Möglichkeiten zur Beteiligung eines*r Jugendbeobachter*in werden bei jeder Konferenz neu geprüft. Natalia Jagolski und Jakob Linnebank haben am 13. und 14. Mai 2025 die PKM in Berlin begleitet.
Die DGVN entsendete 2024 sechs Jugendbeobachter*innen zum UN-Zukunftsgipfel (Summit of the Future, SotF), bei dem der UN-Zukunftspakt mit den beiden Anhängen, der Erklärung für künftige Generationen und dem Digitalpakt, verabschiedet wurden. Die Förderung der Jugendbeteiligung am UN-Zukunftsgipfel durch das Programm Youth4SOTF war Teil der Projektreihe zum DGVN-Jahresthema 2024 Vereinte Nationen für die Zukunft. Das Youth4SOTF ist kein regelmäßiges Programm, sondern ein ad-hoc-Programm zur Beteiligung junger Menschen an hochrangingen Programmen der Vereinten Nationen. Am Summit of the Future in 2024 teilgenommen haben: Calvin Rall, Ferhat Cicek, Paula Schmidt, Rhoda Zündorf, Selma Cafferty, Simon Zerzawy.
Auf einen Blick:
- Jugendbeobachter*innen beim UN-Peacekeeping Ministerial 2025: Natalia Jagolski, Jakob Linnebank
- Jugendbeobachter*innen beim UN-Zukunftsgipfel 2024: Calvin Rall, Ferhat Cicek, Paula Schmidt, Rhoda Zündorf, Selma Cafferty, Simon Zerzawy
Aktuellste Beiträge:
- DGVN (04.06.2025): Debatte: Potenzial für (noch) mehr Jugendbeteiligung bei der UN-Friedenssicherung.
- Kindernothilfe (2024): Interview mit Selma Cafferty über den UN-Zukunftsgipfel
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen: Felix Deist, Referent DGVN-Generalsekretariat, deist(at)dgvn.de
Das Jugendbeobachter*innen-Programm zur PKM wird gefördert über das Auswärtige Amt und Bundesministerium für Verteidigung.

