Als Ratspräsidentschaft koordiniert Zypern im ersten Halbjahr 2026 die Arbeit des Rates, leitet Sitzungen und begleitet den Legislativprozess. Mit Polen und Dänemark bildet Zypern das sogenannte Trio, das ein gemeinsames Programm mit übergeordneten Zielen und Prioritäten verfolgt. Zusammen haben die Regierungen dieser drei Mitgliedsstaaten das Achtzehnmonatsprogramm der Trio-Präsidentschaft Polen – Dänemark – Zypern festgelegt.
Irland wird im Juli 2026 die Präsidentschaft von Zypern übernehmen. Somit folgen zwei Präsidentschaften von sog. neutralen EU-Mitgliedsstaaten aufeinander: zwei der vier EU-Länder (Irland, Malta, Österreich und Zypern), die nicht Teil des transatlantischen Verteidigungsbündnisses NATO sind.
Prioritäten der Ratspräsidentschaft
Am 21. Dezember stellte der zyprische Präsident Nikos Christodoulides das Programm und die Prioritäten der Ratspräsidentschaft der Europäischen Union vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2026 unter dem Motto "Eine autonome Union. Offen für die Welt" vor. Als Hauptziele für den Vorsitz seines Landes nannte er die Stärkung der strategischen Autonomie der EU, insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Verteidigungsfähigkeit.
Weitere zentrale EU-Themen sollen die Unterstützung der Ukraine und Schritte im Kampf gegen unerwünschte Migration sein. Außerdem müssen die Arbeiten am nächsten langfristigen EU-Haushalt und an anderen laufenden Gesetzgebungsprojekten vorangetrieben werden.
Zypern, als Inselstaat im Mittelmeer, kündigte zudem an, einen Fokus auf den Schutz maritimer Infrastruktur und Strategien gegen Wassermangel setzen zu wollen.
Weitere Informationen im Ratsprogramm der zyprischen Ratspräsidentschaft.





