Jugendpolitik weltweit

Youth Partnership stellt neuen Arbeitsplan für 2026-2028 vor

Jahrestreffen der EKCYP- und PEYR-Netzwerke

Am 25. November fand das jährliche Arbeitstreffen des European Knowledge Centre for Youth Policy (EKCYP) und des Pool of European Youth Researchers (PEYR) statt, das von der Youth Partnership organisiert wurde. Inhaltlich wurde auf den Arbeitsplan 2024-2025 der Youth Partnership zurückgeblickt, der neue Arbeitsplan 2026-2028 vorgestellt und Neuerungen für die Netzwerke bekannt gegeben. Rund 50 Personen aus den beiden Netzwerken und der Youth Partnership kamen bei diesem digitalen Treffen zusammen.

08.12.2025 / K. Wondratschek

Zunächst wurde ein Rückblick auf den Arbeitsplan 2024-2025 der Youth Partnership geworfen. Lana Pasic, Youth Reasearch und youth policy Manager bei der Youth Partnership, stellte die Ergebnisse der beiden Jahre vor. Dazu zählen in einem kurzen Überblick folgende: 

Aufgeschlüsselt nach Themen lassen sich für die Jahre 2024-2025 folgende Höhepunkte in der Arbeit nennen: 

Klima 

Gesundheit und Wohlergehen junger Menschen

Jugendpartizipation

Rural Youth

Die Youth Partnership beschäftigte sich mit zwei weiteren Themen, die beim Europarat und bei der Europäischen Kommission seit einiger Zeit relevant sind: Youth Perspective und Youth Mainstreaming. Dazu wurden zwei Studien durchgeführt und veröffentlicht: eine Studie beleuchtet die internationale und europäische Perspektive und die andere Studie hat die nationale und lokale Ebene im Fokus mit dem Titel ‚Learning from national and local approaches to youth mainstreaming and the use of youth perspective in policy making across Europe‘. Dazu wird in Kürze ein Youth Knowledge Book veröffentlicht. 

Im Oktober 2025 fand die Konferenz ‚Youth Perspectives in contemporary Europe: New Tasks for Research’ statt mit den Themen Jugendpartizipation und civic space, Youth mainstreaming/youth perspectives in policymaking und access to rights and services. Als Ergebnis der Tagung wurden Prioritäten für die weitere Forschung gesetzt und Politikempfehlungen für Jugendpartizipation, Inklusion und Wohlbefinden formuliert.

Vorstellung der Arbeitsplanung für 2026-2028

Mitte November 2025 wurde der neue Arbeitplan der Youth Partnership dem Partnership Management board der beiden EU-Institutionen (EU-Kommission und Europarat) vorgestellt und angenommen. Der neue Arbeitsplan gilt erstmals für eine Periode von drei Jahren und startet am 1. Januar 2026 und endet mit dem Jahr 2028.

Clotilde Talleu, Manager der Youth partnership, stellte den Arbeitsplan beim Jahrestreffen vor. Ab 2026 soll ein stärkerer Fokus auf youth work gelegt werden und auf die Ergebnisse der 4. European Youth Work Convention in Malta aufgebaut werden. Die beiden anderen wichtigen Säulen sind youth research und youth policy. Diese drei Säulen, die in engem Zusammenhang stehen, sind eine Fortsetzung aus dem bisherigen Arbeitsplan und damit nicht neu. Sie sollen jedoch stärker hervorgehoben werden und im Fokus stehen dabei die stärkere Verbreitung und Verteilung von Informationen, Studien und Wissen aus diesen drei Säulen (quality, outreach, creating impact). Die Partnerinstitutionen und Jugendorganisationen auf nationaler und lokaler Ebene sollen unterstützt, ein Fokus auf Peer-Learning gelegt und Aktivitäten und praktische Instrumente entwickelt werden. Die Themen youth mainstreaming und youth perspective bleiben bestehen. 

Im Bereich youth research werden drei thematische Schwerpunkte die Forschungsagenda bestimmen: 

Alle Forschungsergebnisse sollen in der neuen Arbeitsperiode dargestellt werden:

Aufbauend auf die 4. European Youth Work Convention gibt es noch drei Co-Bereiche, die in dieser Arbeitsperiode wichtig sind:

Youth work systems: Konzentration auf die Weiterentwicklung der Jugendpolitik auf europäischer und nationaler Ebene, wobei der Schwerpunkt auf zwei Expertengruppen liegt: der Referenzgruppe des EU-Europarats zur Entwicklung der Jugendarbeit auf europäischer Ebene (EU-Council of Europe reference group on youth work development at European level) und dem Netzwerk nationaler Korrespondent*innen für Jugendarbeit.

Youth work environment: Fokus auf die berufliche Weiterentwicklung von Fachkräften der Jugendarbeit in den Bereichen: Jugendarbeit in ländlichen Gebieten, Stärkung des kritischen Denkens, Jugendarbeit und psychische Gesundheit und Wohlbefinden/Resilienz junger Menschen, Aufwachsen im digitalen Zeitalter. Es sollen Seminare, capacity building tools angeboten und ein COYOTE youth Work Magazine entwickelt werden. Im Bereich environment werden auch die Jugendorganisationen in ihrer täglichen Arbeit beim Finanz- und  Organisationsmanagement unterstützt sowie auch im Bereich navigating shrinking spaces.

Youth work core: Themen sind in diesem Bereich: wesentliche Merkmale der Jugendarbeit (Ethik, Qualität und Standards, Anerkennung und Sichtbarkeit der Jugendarbeit). Als eine Schlussfolgerung aus der Convention wurde beschlossen, dass ein European code of ethics for youth work erstellt werden soll. Ebenso soll ein MOOC zu Youth Work essentials erarbeitet werden.

Weiterentwicklung der Netzwerke

Pool of European Youth Researcher (PEYR)

Der bisherige Pool of European Youth Researcher (PEYR) hatte sein Mandat von 2023 bis 2025. Es gab parallel dazu stets eine Ausschreibung (tender), in denen Forscher*innen zu bestimmten Themen gesucht wurden. Ca. 80% der Forscher*innen des PEYR-Netzwerks waren auch Teil diese tenders. Dieser endet auch mit dem Abschluss des Jahres 2025.

Ab 2026 wird es kein festes PEYR-Netzwerk mehr geben, sondern nur noch einen tender. In dieser internationalen Ausschreibung werden bis zu 200 Forscher*innen gesucht. Alle ehemaligen PEYR-Mitglieder und an Forschung interessierte EKCYP-Korrespondent*innen werden vom E-Procurement-Team eingeladen, sich auf der Plattform für den neuen tender zu registrieren, wenn sie in der Arbeitsphase von 2026 bis 2028 an Forschungsthemen mitwirken möchten. Nähere Informationen werden in Kürze vom Youth Partnership bekannt gegeben. 

Da es sich um eine offene internationale Ausschreibung handelt, kann der Aufruf zur Bewerbung geteilt werden, sobald er öffentlich ist. 

European Knowledge Centre for Youth Policy (EKCYP)

Das EKCYP-Netzwerk wird in der nächsten Arbeitsperiode bis 2028 bestehen bleiben. Die Rolle der Korrespondent*innen wird ähnlich verlaufen, wie bisher: Es wird die Aufgabe sein, Informationen und Daten über nationale und lokale Jugendpolitik z.B. für Forschungen zu sammeln, Umfragen in die jeweilige Landessprache zu übersetzen und Forschungsergebnisse als Multiplikator*innen sowie Umfragen zu verbreiten. Die Korrespondent*innen werden eingeladen, Teil von Veranstaltungen zu sein und sich bei der Planung dieser einzubringen. 

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist IJAB seit 2005 im Netzwerk EKCYP vertreten.

Für detailliertere Informationen kann die Webseite der Youth Partnership konsultiert und Kontakt aufgenommen werden.

Über Jugendpolitik weltweit

Was international bewegt, was Europa prägt, was im Ländervergleich sichtbar wird: IJAB bündelt jugendpolitische Informationen, schafft Sichtbarkeit und sorgt für Wissenstransfer.

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Ansprechpersonen
Leonie Kaiser
Wissenschaftliche Referentin YouthWiki / Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228 9506-141
Natali Petala-Weber
Referentin für internationale jugendpolitische Zusammenarbeit
Tel.: 0228 9506-201
Katrin Schauer
Referentin
Monitoring / YouthWiki
Tel.: 0228 9506-204
Kerstin Wondratschek
Referentin Information für internationale Jugendpolitik /
European Knowledge Centre for Youth Policy
Tel.: 0228 9506-117
Kira Schmahl-Rempel
Referentin Information für internationale Jugendpolitik
Tel.: 0228 9506-104