Zunächst wurde ein Rückblick auf den Arbeitsplan 2024-2025 der Youth Partnership geworfen. Lana Pasic, Youth Reasearch und youth policy Manager bei der Youth Partnership, stellte die Ergebnisse der beiden Jahre vor. Dazu zählen in einem kurzen Überblick folgende:
- Zwei Flagship events: Symposium ‚Young people, democracy and climate actions‘ (2024) und die 4. European Youth Work Convention im Mai 2025;
- Neun weitere Live-Konferenzen, Meetings und Seminare, wie z.B. ein regionales Event in Skopje Nordmazedonien mit dem Titel ‚Advocating for youth work in Eastern and south east Europe' (29-30 Oktober 2024), welches die Vorarbeit für die 4. Convention leistete;
- 19 Publikationen (bis zum Jahresende 2025 werden es ingesamt 21 sein);
- Drei Online-Kurse (MOOCs mit 347 Anmeldungen);
- Under 30‘ Podcasts: Neun Episoden wurden erstellt, 2160 Downloads;
- Rund 9000 neue Social Media Follower (5800 bei Instagram und 2500 bei LinkedIn);
- 34 neue Videos bei Youtube mit 28000 views;
- Veröffentlichung von zwei Newslettern pro Jahr mit 8785 Abonnent*innen.
Aufgeschlüsselt nach Themen lassen sich für die Jahre 2024-2025 folgende Höhepunkte in der Arbeit nennen:
Klima
- Symposium 2024 ‚Young people, democracy and climate actions‘, 24.-26. September 2024, Straßburg mit 120 Teilnehmenden;
- Zahlreiche Veröffentlichungen zum Forschungsthema ‚Jugend und Klima‘.
Gesundheit und Wohlergehen junger Menschen
- Seminar ‘Young people’s mental health and well-being’, 18.-19. März 2025 in Straßburg;
- Veröffentlichung einer Studie zu ‘Advancing mental health and well-being: A mapping policy framework, tools and services across Europe’;
- Podcast 30’ Episoden ‘Young people’s mental health and well-being';
- Weitere Publikationen zum Thema Gesundheit und Wohlergehen junger Menschen
Jugendpartizipation
- Publikation ‘Young People’s participation in the 2024 elections’;
- Coyote Ausgabe Nr. 37 youth participation mit 14 Artikeln;
- Bis Ende 2025 werden noch veröffentlicht: ‚Study on Democracy and civic space‘ und ‘Tools for youth organisation (civic space)’. Zu diesen beiden neuen Veröffentlichungen wird es auch eine Podcast 30‘-Episode geben.
- T-kit on participatory youth policy
- Weitere Publikationen zum Thema ‘Jugendpartizipation’ der Youth Partnership
Rural Youth
- Studie ‘Rural Youth: Transitions before and after the Covid-19 Pandemic‘
- Podcast 30’ Episode: ‘Rural youth transitions, #56’ (Podcast zur Studie)
- Weitere Publikationen zum Thema ‘young people in rural areas’
Die Youth Partnership beschäftigte sich mit zwei weiteren Themen, die beim Europarat und bei der Europäischen Kommission seit einiger Zeit relevant sind: Youth Perspective und Youth Mainstreaming. Dazu wurden zwei Studien durchgeführt und veröffentlicht: eine Studie beleuchtet die internationale und europäische Perspektive und die andere Studie hat die nationale und lokale Ebene im Fokus mit dem Titel ‚Learning from national and local approaches to youth mainstreaming and the use of youth perspective in policy making across Europe‘. Dazu wird in Kürze ein Youth Knowledge Book veröffentlicht.
Im Oktober 2025 fand die Konferenz ‚Youth Perspectives in contemporary Europe: New Tasks for Research’ statt mit den Themen Jugendpartizipation und civic space, Youth mainstreaming/youth perspectives in policymaking und access to rights and services. Als Ergebnis der Tagung wurden Prioritäten für die weitere Forschung gesetzt und Politikempfehlungen für Jugendpartizipation, Inklusion und Wohlbefinden formuliert.
Vorstellung der Arbeitsplanung für 2026-2028
Mitte November 2025 wurde der neue Arbeitplan der Youth Partnership dem Partnership Management board der beiden EU-Institutionen (EU-Kommission und Europarat) vorgestellt und angenommen. Der neue Arbeitsplan gilt erstmals für eine Periode von drei Jahren und startet am 1. Januar 2026 und endet mit dem Jahr 2028.
Clotilde Talleu, Manager der Youth partnership, stellte den Arbeitsplan beim Jahrestreffen vor. Ab 2026 soll ein stärkerer Fokus auf youth work gelegt werden und auf die Ergebnisse der 4. European Youth Work Convention in Malta aufgebaut werden. Die beiden anderen wichtigen Säulen sind youth research und youth policy. Diese drei Säulen, die in engem Zusammenhang stehen, sind eine Fortsetzung aus dem bisherigen Arbeitsplan und damit nicht neu. Sie sollen jedoch stärker hervorgehoben werden und im Fokus stehen dabei die stärkere Verbreitung und Verteilung von Informationen, Studien und Wissen aus diesen drei Säulen (quality, outreach, creating impact). Die Partnerinstitutionen und Jugendorganisationen auf nationaler und lokaler Ebene sollen unterstützt, ein Fokus auf Peer-Learning gelegt und Aktivitäten und praktische Instrumente entwickelt werden. Die Themen youth mainstreaming und youth perspective bleiben bestehen.
Im Bereich youth research werden drei thematische Schwerpunkte die Forschungsagenda bestimmen:
- 1. Thema: Zugang junger Menschen zu sozialen Rechten: Zusammenstellung des vorhandenen Wissens im Rahmen eines Forschungssymposiums vom 15.-17. September 2026;
- 2. Thema: Junge Menschenrechtsverteidiger (neue Forschungsarbeiten);
- 3. Thema: Zivilgesellschaftlicher Raum für junge Menschen (youth civic space): europaweite quantitative Umfrage, um aktuelle Daten als Grundlage für Politik und Praxis zu liefern.
Alle Forschungsergebnisse sollen in der neuen Arbeitsperiode dargestellt werden:
- Ausführliche Berichte und Studien;
- Knowledge Briefs: Fokuspapier, das Informationen zu bestimmten Themen zusammenfasst;
- Webinar-Reihe „Youth Knowledge Breakfast“, 45-minütiges Online-Seminar zu bestimmten Themen, Links zu Themen der Jugendpartnerschaft, Nachrichten;
- Veranstaltungen zur Verbreitung der Ergebnisse;
- MOOC „Grundlagen der Jugendforschung“.
Aufbauend auf die 4. European Youth Work Convention gibt es noch drei Co-Bereiche, die in dieser Arbeitsperiode wichtig sind:
Youth work systems: Konzentration auf die Weiterentwicklung der Jugendpolitik auf europäischer und nationaler Ebene, wobei der Schwerpunkt auf zwei Expertengruppen liegt: der Referenzgruppe des EU-Europarats zur Entwicklung der Jugendarbeit auf europäischer Ebene (EU-Council of Europe reference group on youth work development at European level) und dem Netzwerk nationaler Korrespondent*innen für Jugendarbeit.
Youth work environment: Fokus auf die berufliche Weiterentwicklung von Fachkräften der Jugendarbeit in den Bereichen: Jugendarbeit in ländlichen Gebieten, Stärkung des kritischen Denkens, Jugendarbeit und psychische Gesundheit und Wohlbefinden/Resilienz junger Menschen, Aufwachsen im digitalen Zeitalter. Es sollen Seminare, capacity building tools angeboten und ein COYOTE youth Work Magazine entwickelt werden. Im Bereich environment werden auch die Jugendorganisationen in ihrer täglichen Arbeit beim Finanz- und Organisationsmanagement unterstützt sowie auch im Bereich navigating shrinking spaces.
Youth work core: Themen sind in diesem Bereich: wesentliche Merkmale der Jugendarbeit (Ethik, Qualität und Standards, Anerkennung und Sichtbarkeit der Jugendarbeit). Als eine Schlussfolgerung aus der Convention wurde beschlossen, dass ein European code of ethics for youth work erstellt werden soll. Ebenso soll ein MOOC zu Youth Work essentials erarbeitet werden.
Weiterentwicklung der Netzwerke
Pool of European Youth Researcher (PEYR)
Der bisherige Pool of European Youth Researcher (PEYR) hatte sein Mandat von 2023 bis 2025. Es gab parallel dazu stets eine Ausschreibung (tender), in denen Forscher*innen zu bestimmten Themen gesucht wurden. Ca. 80% der Forscher*innen des PEYR-Netzwerks waren auch Teil diese tenders. Dieser endet auch mit dem Abschluss des Jahres 2025.
Ab 2026 wird es kein festes PEYR-Netzwerk mehr geben, sondern nur noch einen tender. In dieser internationalen Ausschreibung werden bis zu 200 Forscher*innen gesucht. Alle ehemaligen PEYR-Mitglieder und an Forschung interessierte EKCYP-Korrespondent*innen werden vom E-Procurement-Team eingeladen, sich auf der Plattform für den neuen tender zu registrieren, wenn sie in der Arbeitsphase von 2026 bis 2028 an Forschungsthemen mitwirken möchten. Nähere Informationen werden in Kürze vom Youth Partnership bekannt gegeben.
Da es sich um eine offene internationale Ausschreibung handelt, kann der Aufruf zur Bewerbung geteilt werden, sobald er öffentlich ist.
European Knowledge Centre for Youth Policy (EKCYP)
Das EKCYP-Netzwerk wird in der nächsten Arbeitsperiode bis 2028 bestehen bleiben. Die Rolle der Korrespondent*innen wird ähnlich verlaufen, wie bisher: Es wird die Aufgabe sein, Informationen und Daten über nationale und lokale Jugendpolitik z.B. für Forschungen zu sammeln, Umfragen in die jeweilige Landessprache zu übersetzen und Forschungsergebnisse als Multiplikator*innen sowie Umfragen zu verbreiten. Die Korrespondent*innen werden eingeladen, Teil von Veranstaltungen zu sein und sich bei der Planung dieser einzubringen.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist IJAB seit 2005 im Netzwerk EKCYP vertreten.
Für detailliertere Informationen kann die Webseite der Youth Partnership konsultiert und Kontakt aufgenommen werden.






