Irland bildet den Beginn einer neuen 18-monatigen Trio-Präsidentschaft gemeinsam mit Litauen und Griechenland, die eine kontinuierliche und abgestimmte EU-Agenda sicherstellen soll. Zusammen haben die Regierungen dieser drei Mitgliedsstaaten das Trio-Programm festgelegt. Die grüne Insel wird während der ersten sechs Monate die europäische aktiv Politik gestalten, die Gesetzgebungsarbeit koordinieren sowie die Sitzungen des Minister*innenrats leiten und die Agenda bestimmen.
Prioritäten der Ratspräsidentschaft
Das irische Halbjahresprogramm beschreibt die Prioritäten und Leitlinien des irischen Vorsitzes. Die irische Präsidentschaft steht unter dem Leitmotiv „Strength with unity“ und legt ihren Fokus auf die Umsetzung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit, der europäischen Werte und der europäischen Sicherheit.
Aufgrund der „unsicheren Zeiten“ soll auch daran gearbeitet werden „die Beziehungen der EU zu ihren Nachbarn und zu unseren Partnern auf der ganzen Welt, einschließlich des Vereinigten Königreichs und der USA, zu stärken und zu stabilisieren.“
Die irische EU-Ratspräsidentschaft 2026 markiert außerdem einen sprachlichen Meilenstein: erstmals wird das Irische einen gleichwertigen Status wie das Englische einnehmen. Zum ersten Mal übernimmt Irland den Vorsitz, seit die irische Sprache im Jahr 2022 den vollen Status einer EU-Amtssprache erhalten hat. Während der sechsmonatigen Präsidentschaft soll Irisch in den EU-Institutionen, der offiziellen Kommunikation und bei Veranstaltungen gleichberechtigt neben Englisch verwendet werden. Damit unterstreicht Irland sein Engagement für die sprachliche Vielfalt der Europäische Union.





