Menschen interagieren auf einer belebten Ausstellung, die Informationsmaterialien und Poster anzeigt. Überlagerte Texte verkünden: "YOUTH INFO SURVEY 2025", "Die Ergebnisse sind da!" in markanten gelben Lettern. Menschen interagieren auf einer belebten Ausstellung, die Informationsmaterialien und Poster anzeigt. Überlagerte Texte verkünden: "YOUTH INFO SURVEY 2025", "Die Ergebnisse sind da!" in markanten gelben Lettern.
Eurodesk-Mobilitätsberatung

Mobilität für alle? Barrieren abbauen und Inklusion stärken

Ergebnisse des Eurodesk Surveys 2025

Fast alle jungen Menschen in Europa möchten einmal ins Ausland gehen: So lautet eine zentrale Erkenntnis aus dem aktuellen „Eurodesk Youth Information Survey 2025“. Die Ergebnisse der europaweiten Online-Erhebung liefern umfassende Einblicke in das Informations- und Mobilitätsverhalten der europäischen Jugend. In einer gesonderten Auswertung wurden Jugendliche in Deutschland betrachtet.

20.04.2026 / D. Harles

Der Eurodesk Youth Information Survey (Hauptstudie) untersuchte die Sichtweisen junger Menschen auf Lernmobilität, bestehende Barrieren sowie die bevorzugten Informationskanäle. Ziel ist es, die Informations- und Unterstützungsangebote von Eurodesk auf Basis dieser Daten weiter zu verbessern und Inklusion zu fördern. 

Die Schwerpunkte der Umfrage lagen auf:

Die zwischen Oktober und November 2024 durchgeführte Online-Umfrage befragte junge Menschen im Alter von 13 bis 35 Jahren aus 36 europäischen Ländern. Über 7.000 Antworten sind in die Auswertungen eingeflossen. Die wissenschaftlichen Analysen wurden von Ondřej Bárta durchgeführt. Bárta hat zunächst eine Auswertung für alle europäischen Länder erstellt. Dann wurden zwei Gruppen, junge Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen sowie Minderheiten, im europäischen Vergleich betrachtet. Zuletzt wurde ein Vergleich zwischen deutschen und internationalen Jugendlichen durchgeführt.

Wie stehen Jugendliche in Europa zum Thema Mobilität?

Grundsätzlich ist die Bereitschaft enorm: 98% der jungen Menschen sind offen für einen Auslandsaufenthalt, wobei 97% physische Formate vor Ort gegenüber hybriden oder virtuellen Aufenthalten klar bevorzugen. Rund 80% präferieren dabei eher kürzere Aufenthalte bis zu drei Monaten. Dennoch zeigen die Daten eine Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit:

Inklusion: Bedarfe der Fokusgruppen im Vergleich

Zwei Studien beleuchten detailliert die Herausforderungen von jungen Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung (ca. 6% der Befragten) oder die sich Minderheiten (ethnisch, „racial“, religiös; ca. 10% der Befragten) zuordnen im Vergleich zur Mehrheitsjugend (also jeweils allen anderen). Beide Gruppen sind genauso an Auslandsaufenthalten interessiert wie die Mehrheit der Jugendlichen. Aber sie stoßen im Vergleich zur Mehrheit oft auf höhere Barrieren: 

Welche Besonderheiten zeigen sich bei Jugendlichen in Deutschland?

Jugendliche in Deutschland weisen im EU-Vergleich einige Besonderheiten auf:

Für die Fachkräfte der Jugendinformation in Deutschland ergibt sich aus der Studie die Empfehlung, Eltern gezielt als Multiplikator*innen anzusprechen und Kooperationen mit Schulen und Universitäten einzugehen. Um den Ängsten der Jugendlichen zu begegnen, sollten grüne Mobilitätsangebote stärker beworben und Tipps für ein erfolgreiches Zeitmanagement während des Studiums bereitgestellt werden. Auf Social Media sollte der Fokus auf Instagram und YouTube (auch über 90% Nutzung) gelegt werden.

Was bedeuten die Ergebnisse für die Jugendinformation?

Die vier Studien machen deutlich, dass Jugendinformationsdienste ihre Kommunikation zielgruppenspezifischer ausrichten müssen. Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern und mit unterschiedlichen Bedarfen nutzen andere Informationsquellen und benötigen daher andere Informationen. Während Instagram und YouTube die dominierenden Kanäle bleiben, sollten für spezifische Gruppen auch Plattformen wie Discord oder Reddit bespielt werden.

Ein zentraler Aspekt der zukünftigen Beratung wird sein, nicht nur über Programme zu informieren, sondern mentale Hürden wie den „Kulturschock“ oder die Angst vor der Rückkehr aktiv zu thematisieren und administrative Hilfestellungen zu leisten. Ziel ist es, das Informationsangebot von Eurodesk so abzustimmen, dass Mobilität für alle Jugendlichen – unabhängig von ihrer persönlichen Lebenslage – zugänglich wird.

Über den Youth Info Survey

Der Youth Info Survey wird von Eurodesk Brussels Link durchgeführt und veröffentlicht (Eurodesk youth information survey Eurodesk. Youth information experts.). Für die Umfrage von 2024 liegen aktuell drei Studien vor: der Hauptbericht sowie zwei Studien zu Fokusgruppen:

Eurodesk Deutschland hat den Youth Info Survey für Deutschland im europäischen Vergleich veröffentlicht. Dieser ist auf Englisch im Bestellservice verfügbar.

Eurodesk Deutschland hat die Umfrageergebnisse in einem KI-gestützten Podcastst aufbereitet. Der Podcast dauert 5:28 Minuten und ist auf Deutsch: Link zum Podcast (MP3, 6,2 MB)

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von NotebookLM und Gemini erstellt.

Youth Info Survey 2025: Mobility and the Role of Youth Information- German National Report
Eine Frau mit grünem Koffer steigt lächelnd in einen roten Zug an einem sonnigen Bahnhof.
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