Für eine neue Interviewreihe mit dem Schwerpunkt „Kinder- und Jugendhilfe nach Corona“ führte das Portal der Kinder- und Jugendhilfe fünf Gespräche mit Fachkräften aus verschiedenen Arbeitsbereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Ziel der Interviewreihe ist es, sichtbar zu machen, wie sich Lockdowns, Social Distancing & Co. noch heute auf die Praxis auswirken.
Die Pandemie hatte erhebliche Auswirkungen auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Jugendaustausch. Die Grenzschließungen und die damit verbundenen Ängsten vor der jeweils anderen Seite haben unsere Arbeit stark beeinträchtigt. Wir arbeiten in vielen kleinen Schritten daran, Vertrauen und Interesse an unseren Austauschprogrammen aufzubauen, und die Pandemie hat viele dieser Fortschritte zunichte gemacht. Besonders schwierig war es, da die Pandemie bereits bestehende Vorurteile gegenüber dem jeweiligen Nachbar wieder aufleben ließ.
Berichtet Donata Di Taranto, Programmreferentin bei der Stiftung Jugendaustausch Bayern.
Teil 2: Soziale Arbeit
Die rasche Digitalisierung der Jugendarbeit
Es fehlt eine langfristig orientierte Förderstruktur. Einmalige Modellprojekte bieten Potenziale, aber nachhaltige Umsetzungen erfordern deutlich mehr. Fachkräfte sollten sich fortlaufend zu bestimmten Tools und medienpädagogischen Methoden weiterbilden. Es braucht eine gute Ausstattung – materiell, finanziell und zeitlich. Und: eine konstruktive Fehlerkultur in Einrichtungen ist ebenso wichtig.
Berichtet Franziska Duarte dos Santos, Projektleiterin bei IN VIA Deutschland.
Teil 3: Schulsozialarbeit
Zwischen Isolation und Unterstützung
Außerdem hat die Krise gezeigt, wie stark, aber gleichzeitig labil unsere Kinder sind. Ich beobachte eine deutliche Zunahme von Ängsten bei den Kids. Ich denke, was wir wirklich brauchen, sind mehr Kinderpsychologen und Beratungsstellen, einfach insgesamt mehr Hilfsangebote für Familien.
Berichtet eine Schulsozialpädagogin aus NRW.
Teil 4: Hochschulbildung
Von der Krise zur Chance
Wir haben gelernt, wie wir Online-Tools effizient nutzen können. Die Pandemie hat uns gezeigt, dass wir flexibel und anpassungsfähig sein müssen. Und Studierende, die berufsbegleitend studieren oder Care-Verantwortung haben, profitieren von der zunehmenden Flexibilität durch digitale Formate.
Berichtet Davina Höblich, Professorin für Soziale Arbeit an der Hochschule RheinMain.
Teil 5: Kinderclub
Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen unter dem Einfluss von Corona
Insbesondere bei Kindern stellt sich die Frage, was den größeren Schaden verursacht hat, die reale Gefahr durch Corona oder der Umgang damit. Das Feuer selbst oder das Löschwasser?
Fragt Mathias Selbach, Leiter eines Kinderclubs in Potsdam.
Weitere Informationen
Die vollständige Interviewreihe wurde auf der Magazin-Seite Auswirkungen der Corona-Pandemie veröffentlicht.
Weitere Hintergrundinformationen, aktuelle Entwicklungen und spannende Ankündigungen finden Sie außerdem auf dem Instagram-Account des Portals der Kinder- und Jugendhilfe.

Portal der Kinder- und Jugendhilfe

Portal der Kinder- und Jugendhilfe und Eurodesk
Portal der Kinder- und Jugendhilfe
