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Youth Info Survey 2025: Mobility and the Role of Youth Information
Internationale Lernmobilität bietet jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten für die persönliche Entwicklung und interkulturelle Erfahrungen. Dennoch stehen viele Jugendliche bei der Planung und Umsetzung vor spezifischen Herausforderungen und Barrieren, bei deren Überwindung Jugendinformationsdienste eine zentrale Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund richtet der deutsche Nationalbericht des „Eurodesk Youth Info Survey 2025“ den Fokus auf die spezifischen Informationsbedürfnisse, Motivationen und Hindernisse junger Menschen in Deutschland. Die Studie vergleicht diese nationale Perspektive direkt mit europäischen Durchschnittswerten und untersucht, wie Jugendinformationsdienste ihre Ansprache künftig besser zuschneiden können.
Grundlage der Untersuchung ist eine Auswertung der deutschen Teilstichprobe der europaweiten quantitativen Online-Befragung von Eurodesk. Die Datenbasis umfasst 1.878 junge Menschen aus Deutschland, die überwiegend zwischen 16 und 23 Jahren alt sind und häufig über den Eurodesk-Newsletter rekrutiert wurden. Ausgewertet wurden das Informationssuchverhalten, die Nutzung von Mobilitätsprogrammen sowie die wahrgenommenen Herausforderungen und Motivationen im Vorfeld und während eines Auslandsaufenthalts in den Jahren 2022 und 2023.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass junge Menschen in Deutschland zwar eine ähnlich hohe Offenheit für Auslandsaufenthalte zeigen wie ihre europäischen Peers, jedoch spezifische Unterschiede in den Motivationen und Barrieren aufweisen. Während formale Verpflichtungen (wie Vorgaben der Ausbildung) oder Karrieregründe in Deutschland eine deutlich untergeordnete Rolle spielen, dominieren der Wunsch nach Spaß, neuen Erfahrungen und das Ausbrechen aus dem Alltag. Zentrale Barrieren sind vor allem Zeitmangel (46 %), die Sorge, Chancen im Heimatland zu verpassen, sowie überdurchschnittlich starke klimabedingte Bedenken (41 % in Deutschland im Vergleich zu 29 % in Europa). Auffällig ist zudem die herausragende Rolle des familiären Umfelds: Deutsche Jugendliche verlassen sich bei der Informationssuche und der Bewerbungsorganisation signifikant häufiger auf die Familie und Verwandte als der europäische Durchschnitt. Bei der digitalen Informationssuche dominieren Instagram und YouTube nahezu vollständig, während andere Plattformen wie Facebook oder X kaum genutzt werden.
Insgesamt bestätigt der Bericht, dass Jugendinformation ihre Strategien an die spezifische Lebensrealität der deutschen Zielgruppe anpassen muss. Um junge Menschen effektiv zu erreichen, ist eine stärkere Einbindung von Eltern und Familien in die Beratungsangebote sowie eine strategische Fokussierung auf kooperierende Schulen und ausgewählte Social-Media-Kanäle notwendig. Zudem bedarf es konkreter Unterstützungsangebote zur Bewältigung von Zeitmanagement-Problemen und mentalen Hürden. Die Untersuchung liefert damit eine fundierte empirische Basis, um Informationskampagnen zukunftssicher zu gestalten, zielgruppengerechte Antworten auf Klimasorgen zu finden und die internationale Teilhabe junger Menschen in Deutschland noch gezielter zu fördern