Seit Ende Mai 2026 richtet sich in Albanien die sogenannte Flamingo-Revolution gegen ein mit Jared Kushner und Ivanka Trump verbundenes Luxus-Tourismusprojekt im Schutzgebiet Pishë Poro-Nartë. Die nach den Flamingos des Schutzgebiets benannte „Flamingo-Revolution“ hat sich in Tirana und weiteren Städten innerhalb weniger Wochen zu einer der größten zivilgesellschaftlichen Mobilisierungen seit dem Ende des Kommunismus entwickelt. Junge Menschen, insbesondere der Generation Z, prägen die Bewegung maßgeblich.
Auch Mitglieder des KRK und seiner Mitgliedsorganisationen beteiligen sich. Der albanische Jugendring macht im Gespräch mit dem DBJR deutlich, dass die Proteste ausdrücklich von einer parteipolitisch getragenen Oppositionsbewegung abzugrenzen sind: Sie vereinten Menschen unterschiedlicher politischer und sozialer Hintergründe um konkrete Anliegen wie Umweltschutz, Transparenz und demokratische Mitgestaltung. Für viele junge Menschen sei der Protest ein Erfahrungsraum politischer Beteiligung jenseits von Wahlen, der das Verständnis politischer Prozesse und die Auseinandersetzung mit Desinformation fördere.
Der Beitrag des DBJR bietet einen umfassenden Einblick “von innen” zur Lage junger Menschen und der Zivilgesellschaft in Albanien - aber auch zur Rolle der Internationalen Jugendarbeit: DBJR und KRK sensibilisieren dafür, dass Solidarität in der internationalen Jugendzusammenarbeit langfristig angelegt sein und den zivilgesellschaftlichen Raum als Ganzes schützen sollte.
Zum Beitrag des DBJR: Nach 100 Tagen Flamingo-Revolution – Zur Lage junger Menschen in Albanien