Forschung

Wie die Generation Z(eitenwende) auf Außenpolitik blickt

Umbruch, Distanz, Verteilungskonflikte

Während die Welt im Umbruch ist, bleibt die Generation Z in außenpolitischen Debatten meist außen vor. Ein Forschungsteam von d|part - Think Tank for political participation und Polis180 e.V. hat junge Menschen zu ihren Perspektiven befragt.

08.07.2026 / Redaktion: S. Klinzing
Vier junge Erwachsene sitzen auf einer Steinbank, unterhalten sich und lächeln. Sie tragen modische Kleidung und Sonnenbrillen. Im Hintergrund sind Bäume und ein Gebäude erkennbar. Vier junge Erwachsene sitzen auf einer Steinbank, unterhalten sich und lächeln. Sie tragen modische Kleidung und Sonnenbrillen. Im Hintergrund sind Bäume und ein Gebäude erkennbar.

Das Forschungsteam Dr. Tobias Spöri, Etienne Höra und Lena Wittenfeld (d|part - Think Tank for political participation & Polis180 e.V.) hat eine Fokusgruppenstudie durchgeführt und junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren zu ihren Perspektiven, Erwartungen und Vorstellungen mit Blick auf die deutsche Außen- und Europapolitik vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Veränderungen befragt.

Es gab vier Diskussionen der Fokusgruppen mit jungen Menschen in Deutschland: Drei Gruppen trafen sich am 25. und 26. Februar 2026 in Leipzig, der Termin einer vierten Gruppe fand am 6. März 2026 online statt.

Ergebnisse

Junge Menschen nehmen die Zeitenwende als tiefgreifenden Umbruch wahr und fühlen sich dabei oft orientierungslos und handlungsunfähig. Außenpolitik ist für sie allgegenwärtig, bleibt jedoch oft abstrakt und wird als Konkurrenz zu innenpolitischen Herausforderungen verstanden. Das Misstrauen in die staatliche Handlungsfähigkeit prägt den Blick auf Deutschland und seine Sicherheitspolitik. Gleichzeitig zeigt die Generation Z(eitenwende) Offenheit für internationale Zusammenarbeit, zivilgesellschaftliches Engagement und politische Mitgestaltung.

Aufgaben an die Politik

Als dringende politische Aufgaben hat das Forschungsteam folgende Punkte herausgearbeitet:

  1. Wissens - und Kommunikationslücken schließen,
  2. junge Perspektiven strukturell einbeziehen,
  3. eine überzeugende gesellschaftliche Vision entwickeln. 

Insgesamt zeigt sich nach Einschätzung der Forscher*innen, dass eine zukunftsfähige, resiliente und inklusive Außenpolitik ohne die Generation Zeitenwende nicht gelingen wird.

Ergebnisse der Studie zum Nachlesen (pdf, 29 Seiten)

Quelle: d|part - Think Tank for political participation & Polis180 e.V.