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Über 10.000 Jugendliche aus Deutschland dabei

DiscoverEU - auf Entdeckungsreise durch Europa

Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse der Bewerbungsrunde vom Oktober 2021 für das Programm DiscoverEU bekanntgegeben: 60.950 junge Menschen erhalten das kostenlose Bahnticket, um unseren Kontinent kennenzulernen. Aus Deutschland können 10.612 der 55.137 Bewerberinnen und Bewerber mit dem Zug Europa entdecken.

06.01.2022 / Katrin Schauer
Mädchen steht am Bahngleis. Mädchen steht am Bahngleis.

Gratis mit dem Zug durch Europa reisen: Möglich macht das die Initiative „DiscoverEU“ der EU-Kommission, die zwei Mal jährlich Zugtickets an junge Europäerinnen und Europäer verlost. Die in der aktuellen Runde erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber verreisen allein oder in einer Gruppe von bis zu fünf Personen zwischen März 2022 und Februar 2023. Im Einklang mit dem europäischen Grünen Deal werden sie hauptsächlich mit der Bahn reisen, mit einigen Ausnahmen, um denjenigen, die auf Inseln leben, die Teilnahme zu ermöglichen.

Die Bewerbungsrunde im Oktober stand jungen Europäerinnen und Europäern offen, die zwischen dem 1. Juli 2001 und dem 31. Dezember 2003 geboren sind. Ausnahmsweise konnten sich auch 19- und 20-Jährige bewerben, nachdem ihre Runden aufgrund der COVID-19-Pandemie verschoben worden waren. Da die Entwicklung der Pandemie noch nicht absehbar ist, werden allen Reisenden flexible Buchungen angeboten.

Die Kommission startete DiscoverEU im Juni 2018 auf Vorschlag des Europäischen Parlaments. Es wurde formell in das neue Programm Erasmus+ 2021-2027 integriert.  Seit Juni 2018 wurden über das Programm 130.000 Reisetickets finanziert, für die sich bisher fast 685.000 Jugendliche sich europaweit beworben haben. Die nächste Antragsrunde findet im Frühjahr 2022 statt, das Datum wird auf dem Europäischen Jugendportal bekanntgegeben.

Nach einer einjährigen Pause aufgrund der Pandemie im Jahr 2020 werden dreimal so viele junge Europäer/-innen wie in den vorangegangenen Runden die Chance erhalten, durch Europa zu reisen. Die Fahrten können bis zu 30 Tage dauern und sollen mindestens einen anderen Mitgliedstaat als den, in dem sie leben, einbeziehen. 

Quelle: Europäische Kommission, Presseartikel vom 6. Januar 2022