Am 8. Dezember 2025 luden die Westminster Foundation for Democracy (WFD) und das London Social Media Observatory (LSMO) zu einer Expert*innenrunde ein, um über die Auswirkungen von TikTok auf Politik und Wahlen zu diskutieren. Die Runde untersuchte den wachsenden Einfluss von TikTok als politisierten Raum, insbesondere unter jungen Menschen, sowie die Folgen für Wahlen und demokratische Teilhabe. An der Veranstaltung nahmen 45 Personen teil, darunter politische Entscheidungsträger*innen, Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Content Creators und strategische Berater*innen.
Das daraus entstandene Briefing-Papier erläutert, wie TikTok politische Narrative, Teilhabe und den Wahlkampfdiskurs prägt, und was sich ändern muss, um Transparenz, Rechenschaftspflicht und die Sicherheit der Nutzer*innen zu stärken. Zu den wichtigsten Empfehlungen zählt die Stärkung der "zivilen Resilenz", d.h. in diesem Bereich die Stärkung von Medienkompetenzen mit dem Ziel, das Bewusstsein für algorithmische Risiken zu erhöhen und kritisches Denken zu fördern.
Konkret empfiehlt das Briefing zu diesem Punkt zusammenfassend, digitale Medienkompetenz über den gesamten Lehrplan hinweg auszubauen (einschließlich Datenkompetenzen und Resilienz von Lehrkräften), politische Bildung zu stärken und kulturelle sowie kommunale Infrastruktur (z. B. Kultur- und Kunstorte, Jugendbegegnungsstätten etc.) zu nutzen, um das Bewusstsein für algorithmische Risiken zu fördern, kritisches Denken zu stärken und gesellschaftliches Vertrauen wieder aufzubauen.
Das Papier ist als PDF auf Englisch verfügbar unter: TikTok, Politics and Power.