Wie können junge Menschen in Europa ihre sozialen Rechte tatsächlich wahrnehmen? Im Mittelpunkt des Symposiums standen die Themen Wohnen, steigende Lebenshaltungskosten, Beschäftigung und der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Rund 80 Teilnehmende kamen zusammen, darunter Wissenschaftler*innen, Nachwuchsforschende, politische Entscheidungsträger*innen sowie Vertreter*innen von Jugendorganisationen. Ziel war es, Wissen aus Sozial-, Wirtschafts-, Rechts- und Politikwissenschaft zu bündeln und für Politik und Jugendarbeit nutzbar zu machen.
Die Veranstaltenden sehen einen klaren Zusammenhang zwischen dem Zugang zu sozialen Rechten, sozialer Gerechtigkeit, demokratischer Stabilität und Sicherheit. Besondere Aufmerksamkeit galt deshalb jungen Menschen mit geringeren Chancen, die bei Inklusion und Teilhabe zusätzliche Hürden erleben. Die Beiträge reichten von Studierenden in Frankreich, die auf Lebensmittelhilfe angewiesen sind, über junge Roma in Nordmazedonien bis zu NEET-Jugendlichen in Serbien. Eurodesk stellte Ergebnisse zum ungleichen Zugang zu Lernmobilität für Minderheitengruppen und zur Rolle von Jugendinformation vor. Weitere Präsentationen befassten sich etwa mit der Teilhabe junger Menschen mit Migrationsgeschichte und mit Risiken für jugendgeführte Organisationen in eingeschränkten zivilgesellschaftlichen Räumen.
Vorbereitet wurde das Symposium von einem wissenschaftlichen Komitee aus zehn Expert*innen, das im März 2026 in Straßburg tagte. Im Anschluss fand ein öffentlicher Runder Tisch zur Zukunft der Jugendforschung in Europa statt. Er war Teil des Programms des moldauischen Vorsitzes im Ministerkomitee des Europarats. Inhaltlich knüpft das Symposium an frühere Arbeiten an, etwa an die Überprüfung der Enter!-Empfehlung des Europarats zum Zugang junger Menschen aus benachteiligten Stadtvierteln zu sozialen Rechten. Das Konzeptpapier, die Agenda und alle Präsentationen sind online abrufbar.
Weitere Informationen unter: Research Symposium „Young people’s access to social rights“