Jugendpolitik

Rolle der Jugend bei Minderung der Corona-Auswirkungen betont

EU-Jugendminister/-innen tagten

In einer Videokonferenz am 19. Mai 2020 haben die Jugendministerinnen und Jugendminister der Europäischen Union (EU) die Rolle junger Menschen bei der Risikominderung und der Gestaltung der Gesellschaft im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie betont.

20.05.2020 / Susanne Klinzing
Jugendliche in einem Park Jugendliche in einem Park

Die Minister/-innen tauschten Informationen und Ideen für gemeinsame Lösungen und weitere Schritte aus, um die negativen Auswirkungen der Pandemie auf den Jugendsektor zu mildern. Die Videokonferenz wurde von der kroatischen Ministerin für Demografie, Familie, Jugend und Sozialpolitik, Vesna Bedeković, geleitet. Kroatien hält gegenwärtig den EU-Ratsvorsitz.

Die Minister/-innen diskutierten über die Folgen der COVID-19-Pandemie, die auch im Jugendsektor zu spüren sind, insbesondere in den Bereichen Mobilität, Jugendprogramme und Jugendaktivitäten, dem Zugang junger Menschen zu Dienstleistungen und Beschäftigung, dem allgemeinen Wohlergehen junger Menschen und der Beteiligung junger Menschen an Entscheidungsprozessen.  Am einleitenden Teil der Videokonferenz nahm der Vizepräsident des Europäischen Jugendforums, Villa Majamaa, teil, der die Perspektive der jungen Menschen in Bezug auf das Diskussionsthema darlegte.

Vesna Bedeković betonte, dass Kroatien während seiner Präsidentschaft den jungen Menschen besondere Aufmerksamkeit geschenkt hätte und sie überzeugt sei, dass junge Menschen in diesen herausfordernden Zeiten eine wichtige Rolle bei der Risikominderung spielen könnten. Weiterhin sagte sie, dass diese Krise in eine Herausforderung umgewandelt werden könnte und jungen Menschen die Möglichkeit bieten würde, mit ihrer Kreativität, ihrem Enthusiasmus, ihrem Einsatz und ihren innovativen Ideen einen Beitrag zu leisten.

Diskutiert wurden zudem Maßnahmen und Politiken, die im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie auf nationaler und europäischer Ebene zu ergreifen sind. Die Minister/-innen waren sich einig, dass die Pandemie erhebliche Auswirkungen auf das Leben junger Menschen hat und dass dieses Thema für alle EU-Mitgliedstaaten von großer Bedeutung ist. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass junge Menschen wichtige Akteure bei der Eindämmung der Risiken der durch die Pandemie verursachten globalen Krise sind. In der Diskussion wurde die Notwendigkeit einer weiteren Zusammenarbeit hervorgehoben. Schwerpunkte hierbei sind die Verbreitung von Informationen, der Austausch von Erfahrungen und bewährten Praxisbeispielen sowie Vernetzung.

Bedeković hob hervor, dass viele junge Menschen und Organisationen, trotz der aktuellen Herausforderungen, weiterhin freiwillig aktiv seien und damit Solidarität zeigen würden. Sie betonte, dass es wichtig sei, Modelle zu finden, um Jugendorganisationen und deren Arbeit zu unterstützen und sie weiterhin ermutigen, sich für das Wohl der Gemeinschaft einzusetzen. Der kroatische Vorsitz dankte schließlich allen Mitgliedstaaten für ihre anhaltende Unterstützung und ihren Beitrag für die Fortsetzung der Arbeit des EU-Ratsvorsitzes, insbesondere im Hinblick auf die Fertigstellung der Schlussfolgerungen des Rates zur Verbesserung der Chancen junger Menschen in ländlichen und abgelegenen Gebieten. Diese sollen im schriftlichen Verfahren angenommen werden.

Quelle: Kroatisches Ministerium für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten / Kroatischer EU-Ratsvorsitz