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Neuer EU-Sozialfonds unterstützt junge Menschen

Fokus auf Jugendbeschäftigung

Der Europäische Sozialfonds+ mit einem Gesamtbudget von 88 Milliarden Euro legt einen Fokus auf Jugendbeschäftigung und Zugang zu Kinderbetreuung sowie Bildung, Gesundheit und Wohnen für Kinder.

10.06.2021 / Katrin Schauer
Europäisches Parlament in Strassbourg Europäisches Parlament in Strassbourg

Das Europäische Parlament hat am Dienstag, den 8.6. 2021, final für den „Europäischen Sozialfonds+“ (ESF+) gestimmt, mit dem in den kommenden sieben Jahren in Menschen investiert und Ungleichheiten bekämpft werden sollen.

Während der Verhandlungen sicherte das Parlament zusätzliche Mittel für Investitionen in Jugendbeschäftigung und die Bekämpfung von Kinderarmut. Diese Gelder kommen zwei von der Corona-Pandemie besonders stark betroffene Personengruppen zu Gute.

Mitgliedstaaten mit einem über dem EU-Durchschnitt liegenden Anteil an jungen Menschen, die zwischen 2017 und 2019 nicht in Beschäftigung, Bildung oder Ausbildung (NEET) waren, sollten mindestens 12,5 % ihrer ESF+-Mittel für die Weiterbildung oder Arbeitsplatzsuche dieser Menschen ausgeben. Andere Mitgliedstaaten sollten ebenfalls Gelder für junge Menschen aus dieser Gruppe bereitstellen, vorzugsweise durch die Umsetzung der verstärkten Jugendgarantieprogramme.

Mitgliedstaaten, die zwischen 2017 und 2019 einen über dem EU-Durchschnitt liegenden Prozentsatz an Kindern hatten, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, sollten mindestens 5 % ihrer ESF+-Mittel in die direkte Unterstützung von Kinderbetreuung, Bildung, Gesundheitsversorgung und angemessenem Wohnraum für benachteiligte Kinder investieren. Alle Mitgliedstaaten sind verpflichtet, in die Bekämpfung von Kinderarmut zu investieren.

Ausführliche Informationen entnehmen Sie der Webseite des Europäischen Parlaments.

Quelle: Europäisches Parlament