Digitale Jugendbildung

Neue EU-Strategie stärkt Sicherheit von Kindern im Internet

EU-Kinderrechtsstrategie

Die Kommission hat eine neue Strategie für ein besseres Internet für Kinder angenommen, um altersgerechte digitale Dienste zu verbessern und um dafür zu sorgen, dass jedes Kind im Internet geschützt, befähigt und geachtet wird.

12.05.2022 / Felix Bender
Jugendliche am Laptop. Jugendliche am Laptop.

Margrethe Vestager, die für das Ressort „Ein Europa für das digitale Zeitalter“ zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin, sagte: „Jedes Kind in Europa verdient es, in einem sicheren und förderlichen digitalen Umfeld zu gedeihen. Mit der neuen Strategie wollen wir den Zugang zu digitalen Geräten und digitalen Kompetenzen für Kinder und insbesondere Kinder in prekären Situationen fördern, Cybermobbing bekämpfen und alle Kinder vor schädlichen und illegalen Online-Inhalten schützen. All dies steht im Einklang mit unseren Grundwerten und digitalen Grundsätzen.“

In den letzten zehn Jahren hat sich die digitale Technik und die Art und Weise, wie Kinder sie nutzen, dramatisch verändert. Die meisten Kinder nutzen ihre Smartphones täglich und fast doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Zudem beginnt die Nutzung in einem viel jüngeren Alter (siehe EU-Kids Online 2020). Moderne Geräte bieten viele Chancen und Vorteile, sie ermöglichen es Kindern, mit anderen zu interagieren, online zu lernen und sich unterhalten zu lassen. Aber diese Vorteile gehen auch mit Risiken einher, wie den Gefahren von Desinformation, Cybermobbing (siehe JRC-Studie) oder schädlichen und illegalen Inhalten, vor denen Kinder geschützt werden müssen.

Die neue europäische Strategie für ein besseres Internet für Kinder zielt auf barrierefrei zugängliche, erschwingliche, altersgerechte, informative und unterhaltsame Online-Inhalte und –Dienste ab, die dem Wohl der Kinder dienen und ihren Interessen entsprechen.

Die Strategie wird zusammen mit einem Vorschlag für eine neue Verordnung zur Verhütung und Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern innerhalb und außerhalb des Internets angenommen.

Grundsätze und Säulen der Strategie

Die neue europäische Strategie für ein besseres Internet für Kinder ist der digitale Arm der umfassenden EU-Kinderrechtsstrategie der Kommission und spiegelt den Digitalgrundsatz „Schutz und Befähigung von Kindern und Jugendlichen in der Online-Welt“ wider. In der Strategie wird die Zielvorstellung für eine digitale Dekade für Kinder und Jugendliche dargelegt, die sich auf drei Säulen stützt:

  1. Sichere digitale Erfahrungen zum Schutz der Kinder vor schädlichen und illegalen Online-Inhalten, Verhaltensweisen und Risiken und zur Verbesserung ihres Wohlergehens durch ein sicheres, altersgerechtes digitales Umfeld.
  2. Stärkung der digitalen Kompetenz, damit Kinder die Fähigkeiten und Kompetenzen erwerben, die sie brauchen, um sichere Entscheidungen zu treffen und sich im Online-Umfeld sicher und verantwortungsbewusst auszudrücken.
  3. Aktive Teilhabe und Achtung der Kinder, indem ihnen Äußerungsmöglichkeiten im digitalen Umfeld eingeräumt werden – mit mehr kindgeführten Aktivitäten zur Förderung innovativer und kreativer sicherer digitaler Erfahrungen.

Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission - Vertretung in Deutschland.

Quelle: Presseartikel der Europäischen Kommission - Vertretung in Deutschland vom 11.05.2022