Berichte

Jugendbildungsstätten sind wichtig und sozial relevant

BJR-Präsident dankt für Rettungsschirm

Der Präsident des Bayerischen Jugendrings, Matthias Fack, hat sich
bei Sozialministerin Trautner für den Rettungsschirm zur Absicherung von gemeinnützigen Bildungs- und Beherbergungsbetrieben bedankt.

20.05.2020 / Susanne Klinzing
Jugendherberge in Nürnberg Jugendherberge in Nürnberg

Im Angesicht der dynamischen Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 im März 2020 verfügte die bayerische Staatsregierung die sofortige Schließung aller Jugendherbergen, Jugendbildungsstätten und Schullandheime in Bayern, um Gäste und Mitarbeiter_innen zu schützen. Dadurch gerieten viele Betriebe in wirtschaftlich bedrohliche Ausnahmesituationen. Mit dem „Corona-Programm Soziales“ unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) jetzt insbesondere Dienste und Einrichtungen der sozialen Infrastruktur, die ohne entsprechende staatliche Hilfsangebote wegzubrechen drohten. BJR-Präsident Matthias Fack freut sich über diese positive Entwicklung, schließlich habe man damit den Zerfall des bewährten Systems der gemeinnützigen Bildungs- und Beherbergungsbetriebe im Freistaat vorerst gestoppt, wenngleich man noch nicht über den Berg sei: „Betriebe im gemeinnützigen Bereich dürfen kaum Gewinne machen“, erläutert Fack, „und in aller Regel dürfen sie auch keine adäquaten Rücklagen bilden – die Entwicklungen gilt es daher weiter im Blick zu behalten.“

Sonderprogramm für soziale Institutionen

Das am 21. April 2020 beschlossene Sonderprogramm Soziales kann ab sofort beim Zentrum Bayern Familie Soziales (ZBFS) beantragt werden. „Die zügige Umsetzung ist insbesondere der Jugendministerin Carolina Trautner zu verdanken, die sich mit Engagement und Kompetenz für junge Menschen in Bayern eingesetzt hat“, betont Fack. Der Rettungsschirm verdeutliche, dass Jugendbildungsstätten sozial relevant seien. Damit haben sie nun gemeinsam mit den Jugendherbergen die Möglichkeit, über den besonderen Rettungsschirm Liquiditätsengpässe bis zum Sommer zu überbrücken. „Das rettet viele Einrichtungen vor dem Aus, schließlich fehlen ihnen bisher jegliche Einnahmen bei fortlaufenden Fixkosten“, so Fack. Außerdem erfüllen auch Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendübernachtungshäuser einen wichtigen sozialen und bildungspolitischen Auftrag, weswegen sie ebenfalls berechtigt sind, einen Antrag bei entsprechender Existenzgefährdung zu stellen. Die weiteren Voraussetzungen, einzureichende Unterlagen sowie das Antragsverfahren zum Sonderprogramm Soziales sind auf der Internetseite Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) nachzulesen.

Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 36 landesweiten und 35 (über-)regional tätigen Jugendverbände und 320 örtlichen Jugendgruppen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.