Jugendpolitik

Informelle Videokonferenz für Wohnraum der Minister*innen

Junge Menschen in der EU fördern

Am 3. Februar findet eine informelle Videokonferenz der für Wohnraum zuständigen Minister*innen der EU statt. Dabei werden erste Überlegungen zum Europäischen Plan für erschwinglichen Wohnraum ausgetauscht. Ein Thema, welches auch für junge Menschen von großer Relevanz ist.

02.02.2026 / Rebekka Föste
Ein Modellhaus aus Holz steht auf einem Dokument mit textbasierten Listen. Neben dem Haus liegen Schlüssel auf dem hellblauen Untergrund. Ein Modellhaus aus Holz steht auf einem Dokument mit textbasierten Listen. Neben dem Haus liegen Schlüssel auf dem hellblauen Untergrund.

Der Plan wurde im Dezember 2025 von der Europäischen Kommission vorgelegt und soll den Mitgliedstaaten helfen, Zugang zu erschwinglichem, nachhaltigem und hochwertigem Wohnraum sicherzustellen. Er setzt Schwerpunkte auf die Erhöhung des Wohnraumangebots, die Förderung von Investitionen, die Eindämmung kurzfristiger Vermietungen in Gebieten mit Wohnraummangel und unterstützende Maßnahmen für Betroffene. Auf der Tagung des Europäischen Rates vom 23. Oktober 2025 erörterten die Staats- und Regierungschefs der EU die Herausforderungen im Bereich Wohnraum, mit denen viele Bürgerinnen und Bürger konfrontiert sind, und forderten die Kommission auf, rasch einen Plan für erschwinglichen Wohnraum vorzulegen, mit dem die Bemühungen der Mitgliedstaaten unterstützt und ergänzt werden könnten.

Für junge Menschen ist das Thema besonders dringend: Die “Forschungsarbeiten des Analyse- und Rechercheteams” zeigen, dass zwischen 2010 und 2025 EU‑Hauspreise um 60,5 % stiegen, was Wohneigentum für junge und einkommensschwache Haushalte zunehmend unerschwinglich macht. Die Europäische Kommission weist auf einen Mangel von 4 Millionen bezahlbaren Wohnungen hin, der junge Menschen besonders trifft. 

Außerdem wird deutlich, dass fehlender bezahlbarer Wohnraum junge Menschen dazu zwingt, Bildungs‑ und Karrierechancen in teureren Regionen aufzugeben, wodurch sich ungleiche Startbedingungen weiter verfestigen. Wohnkosten können den Auszug aus dem Elternhaus und die Familiengründung verzögern und damit auch Auswirkungen auf Geburtenraten haben. Zudem kann Wohnungsunsicherheit Stress verursachen, der langfristig mentale Gesundheit und berufliche Entwicklung beeinträchtigen kann, mit Folgen für das zukünftige Talentpotenzial der EU. 

Die Pressekonferenz mit EU‑Kommissar Dan Jørgensen wird ab 16 Uhr auf EBS übertragen.

Quelle: Europäische Kommission, ART - Analysis and Research Team