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EU-Vergleich: Alter beim Auszug aus dem Elternhaus

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Der Auszug aus dem Elternhaus gilt als ein wichtiger Meilenstein beim Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein. Der Weg in die Unabhängigkeit erfolgt in den einzelnen EU-Ländern in unterschiedlichem Alter. Diese Unterschiede spiegeln die Vielfalt der Herausforderungen wider, mit denen junge Menschen in Europa konfrontiert sind, sowie die kulturellen Unterschiede zwischen den Ländern.

22.09.2022 / K. Schauer
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Der Eurostat-Artikel "Age of young people leaving their parental household" enthält Daten über das Durchschnittsalter beim Auszug aus dem Elternhauses in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Besonderes Augenmerk wird auf geografische und geschlechtsspezifische Unterschiede sowie auf die Entwicklung im Laufe der Zeit gelegt.

Nach Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) lag das durchschnittliche Alter beim Auszug aus dem Elternhaus im Jahr 2021 bei 26,5 Jahren. Dieser Durchschnittswert variiert zwischen den einzelnen EU-Mitgliedstaaten.

In den meisten nördlichen und westlichen Ländern verließen die Jugendlichen das Elternhaus im Durchschnitt mit Anfang bis Mitte zwanzig, während das Durchschnittsalter in den südlichen und östlichen Ländern bei Ende zwanzig oder Anfang dreißig lag. Das höchste Durchschnittsalter wurde in Portugal (33,6 Jahre) verzeichnet, das niedrigste in Schweden (19,0 Jahre).

Junge Männer in der EU verließen im Jahr 2021 im Durchschnitt im Alter von 27,4 Jahren und Frauen im Alter von 25,5 Jahren das Elternhaus. Dieser Trend, dass  junge Frauen durchschnittlich früher als junge Männer auszogen, wurde in allen Ländern beobachtet. Das größte geschlechtsspezifische Gefälle wurde in Rumänien festgestellt (Männer 30,3 Jahre; Frauen 25,6 Jahre).

Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Webseite von Eorostat.

Quelle: Eurostat