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EU schließt Weiterführung des Erasmus-Programms für Schottland und Wales aus

Brexit

Mit dem EU-Austritt zieht sich Großbritannien auch aus dem Erasmus-Programm zurück. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, hat den Verbleib Schottlands im Erasmus-Programm ausgeschlossen.

22.02.2021 / Katrin Schauer
Bunte Häuser in Schottland Bunte Häuser in Schottland

Rund 140 Abgeordnete des Europaparlaments hatten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Schreiben aufgefordert, "Wege für einen Verbleib von Schottland und Wales im Erasmus-Programm zu prüfen." Sie argumentierten, dass der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU "viele junge Brit(inn)en ohne die Chance gelassen hat, enge Beziehungen zu ihren europäischen Nachbar(inne)n zu entwickeln", und dass sowohl die schottische als auch die walisische Regierung bekundet hätten, dass sie im Erasmus-Programm bleiben wollten.

In einem Brief an die Europaabgeordneten erklärte die Europäische Kommission, dass die einzige Möglichkeit für die Landesteile des Vereinigten Königreichs, am Erasmus-Programm teilzunehmen, "als Ganzes oder gar nicht" sei. Generell können nur Länder an dem Programm teilnehmen. Schottland und Wales sind jedoch keine eigenen Staaten, sondern gehören zum Vereinigten Königreich, das mit dem Brexit aus dem Programm ausgetreten war.

Die Europaabgeordnete Terry Reintke, Mitglied der Fraktion Die Grünen/EFA, die den Brief initiiert hat, sagte "Diese Antwort ist nicht das, was wir uns erhofft hatten. Aber wir werden weiter untersuchen, wie Schottland und Wales in Erasmus bleiben können."

"Der nächste Schritt ist, eine Debatte darüber im Europäischen Parlament zu organisieren. Erasmus ist ein Eckpfeiler für einen friedlichen Kontinent, der auch über die EU hinaus gilt."

Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Webseite des The Parliament Magazine.

Quelle: The Parliament Magazine