Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird die Finanzierung des Deutsch-Afrikanischen Jugendwerks (DAJW) nicht fortführen. Damit läuft das von Engagement Global umgesetzte Programm mit den Förderlinien “Teams up!” und “Team works!” zu Ende 2027 aus. Neue Anträge für Jugendbegegnungen sind nicht mehr möglich. Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) warnt vor den Folgen.
Für die BKJ sei diese Entscheidung ein schwerer Einschnitt. Das DAJW habe jungen Menschen und Fachkräften aus Deutschland und afrikanischen Ländern ermöglicht, einander im Rahmen außerschulischer Begegnungen kennenzulernen, gemeinsam künstlerisch und fachlich zu arbeiten und globale Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu bearbeiten. Das Ende der Finanzierung bedeute ein aus für etablierte internationale Kooperationen mit afrikanischen Partnerorganisationen. Ohne verlässliche Förderung würden viele Träger ihre Kooperationen nicht fortführen können.
Aus Sicht der BKJ entstehe damit eine gravierende Förderlücke. Eine vergleichbare Möglichkeit, Jugendbegegnungen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern zu fördern, bestehe derzeit nicht. Die Lücke könne daher nicht geschlossen werden. Ein Schreiben des Ministeriums bestätigte, dass der Bundeshaushalt keine weiteren Mittel für das DAJW vorsehe. Wie der deutsch-afrikanische Jugendaustausch künftig noch möglich sein soll, bleibe daher offen.
Die BKJ verspricht die weiteren Entwicklungen aufmerksam verfolgen und sich dafür einzusetzen, dass internationale Jugendbegegnungen über Europa hinaus möglich bleiben.