Pünktlich zum 10. Jahrestag der YPS-Agenda veröffentlicht die Bundeskanzler Helmut Schmidt Stiftung in ihrer aktuellen Ausgabe von “BKHS Perspectives” ein Policy Paper unter dem Titel “Peace powered by youth: Germany needs to champion the Youth, Peace and Security agenda”. Darin fordert Kirsten Hartmann, Referentin der Programmlinie Europa und internationale Politik, dass Deutschland seine Bemühungen zur Umsetzung der YPS-Agenda auf internationaler wie nationaler Ebene verstärken sollte.
In der Publikation werden konkrete Empfehlungen formuliert, wie Entscheidungsträger*innen in Deutschland YPS-Bemühungen auf UN- und EU-Ebene, in der bilateralen Zusammenarbeit mit Partnerländern sowie in Deutschland unterstützen können.
Zentrale Erkenntnisse und Empfehlungen sind:
- Junge Menschen als Friedensakteur*innen: Junge Menschen sind nicht nur die Führungspersönlichkeiten von morgen, sondern gestalten den Wandel schon heute. Die YPS-Agenda erkennt ihren wichtigen Beitrag zu Frieden und Sicherheit an und fordert ihre wirksame Einbindung als Partner*innen für den Frieden.
- Universelle Relevanz: Deutschland sollte seine Anstrengungen zur Umsetzung der YPS-Agenda auf internationaler Ebene verstärken und zugleich die Relevanz von YPS in Deutschland anerkennen, um aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen zu begegnen – etwa wachsendem Misstrauen in Institutionen und zunehmender Polarisierung. Glaubwürdige YPS-Unterstützung in anderen Ländern setzt eine starke Umsetzung im Inland voraus.
- Generationenübergreifende Agenda: Die YPS-Agenda adressiert generationenübergreifende Herausforderungen, kommt der gesamten Gesellschaft zugute und muss in echten, generationenübergreifenden Partnerschaften umgesetzt werden.
- YPS durch Deutschland – Außenpolitik: Deutschland sollte YPS in den Vereinten Nationen aktiv vorantreiben – unter anderem in der Friedenskonsolidierungskommission (eng. Peacebuilding Commission, PBC) und während seiner Kandidatur für einen Sitz im Sicherheitsrat 2027/28; sich für einen abgestimmten „Team Europe“-Ansatz einsetzen, um YPS in das außen- und innenpolitische Handeln der EU zu integrieren; und YPS in der Entwicklungszusammenarbeit stärken.
- YPS made in Germany – nationale Umsetzung: YPS sollte über einen ressortübergreifenden Ansatz gemeinsam mit jungen Menschen in ihrer Vielfalt umgesetzt werden. Die YPS-Agenda sollte in bestehende Politiken integriert werden, etwa in die Jugendstrategie und die Nationale Sicherheitsstrategie. Die deutsche Zivilgesellschaft muss Verantwortung für YPS übernehmen und die Lücken zwischen Akteur*innen aus den Bereichen Jugend, Frieden und Sicherheit schließen.
Dieses Policy Paper baut auf Recherche auf, die im BKHS-Projekt „Gen P(eacebuilder) – Implementing the Youth, Peace and Security agenda“ durchgeführt wurden. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.rtnerländern sowie in Deutschland unterstützen können.
Die Publikation ist als PDF auf Englisch verfügbar unter folgendem Link: Peace powered by youth.