Für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sind im Jahr 2026 21,88 Millionen Euro zum Zwecke Kriegsgräberfürsorge im Ausland im Etat des Auswärtigen Amtes vorgesehen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. In den Jahren 2020 bis 2024 erhielt der Volksbund jeweils 19,38 Millionen Euro, 2025 waren es 21,38 Millionen Euro.
Die Bundesregierung betrachtet sich den Angaben zufolge für die Fürsorge deutscher Kriegsgräberstätten in insgesamt 71 Ländern als verantwortlich. Der Volksbund ist dabei in 45 Ländern allein oder gemeinsam mit anderen Akteuren tätig. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sei es zu Einschränkungen bei der Pflege deutscher Kriegsgräberstätten in der Ukraine, Belarus und der Russischen Föderation gekommen, führt die Bundesregierung weiter aus. In Belarus habe die Stadtexekutive Minsk im Juni 2025 beschlossen, das Vertretungsbüro des Volksbundes aufzulösen und dessen weitere Tätigkeit zu untersagen. Die Bundesregierung setze sich weiterhin „mit Nachdruck“ gegenüber den belarussischen Behörden für die deutsche Kriegsgräberfürsorge ein.
Für die Beseitigung eines Sanierungs- und Instandsetzungsstaus weist die Antwort vom Volksbund kalkulierte Kosten in zahlreichen Ländern aus. Den größten Einzelbetrag nennt die Anlage mit rund 6,57 Millionen Euro für Frankreich, gefolgt von knapp 1,25 Millionen Euro für Italien.
Quelle: heute im bundestag - Außen und Verteidigung - Nr. 111 vom 07.08.2026