Eine gemeinsame Vision - 8 Projekte: Das Programm AU-EU Youth Lab bietet Unterstützung in vier Bereichen an: Innovation, Unternehmer*innentum, Repräsentation und Zusammenarbeit für Organisationen aus Ländern der African Union (AU) sowie der EU offen. Durch diese Zuschüsse zur Förderung der Zusammenarbeit tauschen Jugendorganisationen nicht nur Ideen aus, sondern entwickeln gemeinsam Lösungen, die Kontinente verbinden. Der erste Durchlauf des Projekts zeigt bereits starke Wirkung.
Zukunftsperspektiven für geflüchtete Unternehmer*innen: Über Kontinente hinweg stehen junge Geflüchtete vor enormen systemischen Hürden – von nicht anerkannten Qualifikationen bis hin zum Ausschluss vom Arbeitsmarkt. Forward·Inc (Niederlande) und UJUZI Co-Creation Hub (Uganda) haben beschlossen, genau das mit dem Projekt Advancing Refugee Entrepreneurs Globally zu ändern. Durch maßgeschneiderte und zugängliche Programme zur Förderung von Unternehmer*innentum unterstützt das Projekt junge Geflüchtete und „fördert sowohl wirtschaftliche Teilhabe als auch sozialen Zusammenhalt.“
Die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in die Realität umsetzen: Das Projekt Enhancing Youth Engagement for the SDGs Advocacy (EYE 4 SDGs) – eine Partnerschaft zwischen HARD Uganda, Bright Future Kenya und Equitable Development for Inclusive and Safer Environments in Mobility (EDISE), Belgien – rückt junge Menschen in den Mittelpunkt der Interessenvertretung für nachhaltige Entwicklung.
Türen öffnen für eine inklusive Hochschulbildung: Junge Geflüchtete gehören zu den am stärksten unterrepräsentierten Gruppen auch in der Hochschulbildung. Weltweit haben nur 7 % von ihnen Zugang zu einem Studium auf Hochschulebene. Photofilm for Change (Kenia) und She Tells (Griechenland) nutzen die Kraft des Storytellings, um in diesem Bereich Veränderungen anzustoßen.
Bildung gemeinsam neu denken: Das Projekt RISE: Rethink, Innovate, and Shape Education beweist, dass die Stimmen der Studierenden Teil der Bildungsdiskussion sein müssen. Unter der Leitung der Zambian National Student Union (ZANASU), der National Union of Sierra Leone Students (NUSS) und des Organising Bureau of European School Student Unions (OBESSU) vernetzt RISE Studierendenvertretungen über Kontinente hinweg, damit sie sich für bessere und gerechtere Bildungssysteme einsetzen.
Eine Bewegung für Rechte und Interessenvertretung schaffen: „Was wäre, wenn junge Menschen die Macht hätten, die politischen Entscheidungen mitzugestalten, die ihren Körper und ihr Leben betreffen? Was wäre, wenn Stimmen aus Afrika und Europa zusammenkämen, um echten globalen Wandel voranzutreiben?“. Damit beschäftigen sich CHOICE for Youth (Niederlande) und die Sexuality & Sexual Reproductive Health and Rights (SRHR) Alliance Kenya mit ihrem Projekt Say Yes to Youth!.
Kontinente verbingen über gemeinsame Interessenvertretung: Die Youth Advocacy Bridge, koordiniert vom Svjetski Savez Mladih Jugoistočna Europa (SSM JIE) und dem SPES Institute for Humanity and AI (Äthiopien), bringt junge Menschen aus Europa und Afrika zusammen, damit sie erforschen, wie Technologie und bürgerschaftliches Engagement die Demokratie stärken können.
Jugend führt Klimaschutz an: Der Klimawandel macht nicht an Grenzen halt – auch das Engagement junger Menschen nicht. Das Projekt Voices Unheard: from Pyrenees to Kibera (VU:PK) verbindet junge Menschen aus Frankreich und Kenia. Das von der Association Petite Graine (Frankreich) und Maida CBO (Kenia) umgesetzte Projekt hat das Ziel, benachteiligte junge Menschen zu stärken – durch Forschung, Workshops und direkte politische Dialoge mit der Europäischen Kommission, der Afrikanischen Union und lokalen Behörden.
Politikgestaltung für mentale Gesundheit und Inklusion: Abschließend definieren der National Youth Council of Slovenia (MSS), GrassRoots Ministry (GRM) und der National Youth Council of Latvia (LJP) die Jugendbeteiligung neu – durch sogenannte Youth-Driven Policy Hackathons. Mit einem Fokus auf junge Menschen im ländlichen Raum und mentale Gesundheit bringt das Projekt junge Menschen, Fachleute und politische Entscheidungsträger*innen zusammen, um gemeinsam konkrete politische Handlungsempfehlungen zu entwickeln.
Wie geht es weiter? Organisationen, die sich für die zweite Umsetzungsphase des Youth Action Lab bewerben wollen, können am 10. November 2025 um 11:00 Uhr (MEZ) an dem Webinar teilnehmen. Dort erhalten sie einen umfassenden Überblick über das Youth Action Lab, lernen die vier Förderarten kennen und erfahren, welche Schritte notwendig sind für die Einreichung ihrer Bewerbung.
Interessierte können sich über folgenden Link anmelden: Anmeldung Webinar Youth Action Lab.
Mehr Informationen über die 8 Projekte im Youth Action Lab: AU-EU Youth Action Lab.
Fragen beantwortet gerne Pauline Lebutte vom Europäischen Jugendforum: pauline.lebutte@youthforum.org.
Quelle: Europäisches Jugendforum