Seit 1945 sind die Vereinten Nationen der zentrale institutionelle Anker der internationalen Rechtsordnung – von ihren Bemühungen um das Verbot der Gewaltanwendung bis hin zu Maßnahmen in den Bereichen kollektive Sicherheit, Menschenrechte und globale öffentliche Güter. Dennoch werden zentrale Normen der UN-Charta zunehmend verletzt und wichtige Organe sind durch geopolitische Rivalitäten gelähmt. Das führt dazu, dass Staaten und andere Akteure sich alternativen Foren und Koalitionen zuwenden. Das 15. UN-Forschungskolloquium vom 12. bis 14. November 2026 geht der Frage nach, ob wir derzeit einen institutionellen Niedergang, einen strukturellen Wandel oder die Konsolidierung einer stärker fragmentierten und umkämpften globalen Rechtsordnung erleben.
Der DGVN-Arbeitskreis Junge UN-Forschung freut sich auf Beiträge von Nachwuchswissenschaftler*innen, Studierenden und Akteur*innen aus der Praxis und der Zivilgesellschaft. Alle wissenschaftlichen Disziplinen sind willkommen. Die Beiträge können auf Englisch oder Deutsch verfasst werden. Interessierte Gäste ohne eigenen Vortrag sind ebenfalls bei der Konferenz in Nürnberg herzlich willkommen.
Themenvorschläge (Details in der Ausschreibung):
- Konzepte und Grundlagen,
- Fragmentierung, Konkurrenz und Rechenschaftspflicht,
- Ungleichheit, strukturelle Gewalt und alternative Visionen,
- Krisen in der Praxis.
Bewerbungsfrist: 16. August 2026. Einzureichen ist ein kurzer Abstract (max. 300-500 Wörter) über dieses Formular. Details zu den Anforderungen und zum Auswahlprozess sind bitte dem Call for Abstracts zu entnehmen.
Teilnehmende ohne eigenen Beitrag können sich bis zum 31. Oktober 2026 hier für die Veranstaltung registrieren.
Quelle: DGVN-Meldung vom 17.07.26