Fachprogramme mit der Türkei
Fachprogramme: Aktuell
2010
Für 2010 plant IJAB im Auftrag des BMFSFJ folgende Fachprogramme und Aktivitäten:
Deutsch-Türkisches Fachprogramm: Jugendmigrationsarbeit in der Türkei - neuer Zyklus
06. bis 12. November 2010 in der Türkei
Seit den neunziger Jahren hat sich in der Türkei eine Soziale Arbeit entwickelt, die inhaltlich und von der Zielgruppe her deutliche Parallelen zu der Migrations-/ Integrationsarbeit in Deutschland aufweist. Vom 6. bis 12. November 2010 in Çanakkale / Türkei sind acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendmigrationsdienste (JMDs) aller Trägergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet eingeladen, die türkische Jugendmigrationsarbeit kennenzulernen. Beim gemeinsamen Erfahrungsaustausch, Fachbesuchen sowie Hospitationen in türkischen Einrichtungen steht das inhaltlich fachliche als auch interkulturelle Lernen gleichermaßen im Mittelpunkt.
Bei Fragen steht Ihnen Christiane Reinholz-Asolli (Tel.: 0228/9506-112, Email: reinholz@ijab.de) gerne zur Verfügung.
Ausschreibung
Anmeldeformular
Teilnahmebedingungen
Deutsch-Türkisches Fachprogramm „Migrationsarbeit in Deutschland und der Türkei“
12. bis 19. Juni 2010, Region Köln/Bonn
Workshop
Experten-Workshop zur Identifizierung von Themen für die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Generaldirektorat für Soziale Dienste und Kinderschutz (SHCEK)in Istanbul, 12.10 - 15.10.2008
Auswertungstagung
Nasılsınız – Wie läuft's mit dem deutsch-türkischen Jugendaustausch?
Gender-Diskussion
Geschlechterrollen und Jugendarbeit in Deutschland und Türkei
in Frankfurt/Main und Essen, 05.05. - 12.05.2007
in Istanbul, 30.10. - 06.11.2007
Migrationsarbeit
Jugendbezogene Migrationsarbeit in Deutschland und Türkeiin Antalya/Türkei, 22. – 29.03.2009
Jugendmigrationsarbeit in der Türkei und Deutschland
in Istanbul, 09.12. - 18.12.2005
in Köln und Berlin, 23.04. - 03.05.2006
Interkulturelles Training
Leitung von Gruppen im deutsch-türkischen Jugendaustausch
in Heppenheim, 10.12. - 18.12.2006
Jugendbezogene Migrationsarbeit in Deutschland und Türkei
in Antalya/Türkei, 22. – 29.03.2009
Ende März reisten 8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den vier Trägergruppen der Jugendmigrationsdienste in die Türkei, um sich über die dortige Jugend- und soziale Arbeit zu informieren. Sie verbrachten die Woche mit türkischen Sozialarbeiter(inne)n, die in den Stadtteilzentren des Generaldirektorates für Soziale Dienste und Kinderschutz arbeiten.
Erstaunt waren die deutschen Fachkräfte von der Ähnlichkeit der Zielgruppe, mit der sie und ihre türkischen Kolleg(inne)n arbeiten. Auch in den dortigen Stadtteilzentren wird mit Migrant(inn)en gearbeitet, und zwar mit den aus dem Südosten der Türkei in die Großstädte zugewanderten Familien. Ziel der Arbeit hier wie dort: die Zugewanderten dabei zu unterstützen, sich in der neuen Umgebung zu orientieren und zurechtzufinden. Besonders beeindruckt zeigten sich die Deutschen von der Art, wie in den Stadtteilzentren mit Frauen gearbeitet wird: „Hier geht es in der Sozialen Arbeit um Empowerment und ganzheitlichen Ansatz, nicht wie bei uns um Alltagstauglichkeit und Dienstleistung“, formulierte eine der Teilnehmerinnen.
Als ein konkretes Ergebnis aus dieser Fachkräftebegegnung wird auf Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) ein deutsch-türkisches Online-Forum entstehen, in dem sich die Teilnehmenden des Fachprogramms vertiefend mit einander austauschen und in ihrer Arbeit Unterstützung zu verschiedensten Fragen holen können. Ganz wichtig: Das Online-Forum der BAG EJSA wird moderiert und die Beiträge übersetzt, sodass auch die sprachliche Verständigung reibungslos funktionieren wird.
Der detaillierte Sachbericht steht hier zum Download zur Verfügung. Weiterführende Informationen erteilt Christiane Reinholz-Asolli (reinholz[at]ijab.de).
Geschlechterrollen und Jugendarbeit in Deutschland und in der Türkei
Frankfurt/Main und Essen, 05.05. - 12.05.2007
Istanbul, 30.10. - 06.11.2007
Hierbei handelt es sich um einen Programmzyklus, der aus zwei zeitlich und räumlich getrennten Programmen bestand, die einmal in der Türkei und einmal in Deutschland zum gleichen Thema mit derselben Gruppe stattfanden.
Das oben beschriebene Programmformat ist in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit der türkischen Seite konzipiert worden und führte zu sehr guten Ergebnissen.
Der Fachkräfteaustausch mit der Türkei zielt nach diesem Konzept einerseits auf die Bearbeitung eines bestimmten Themas und andererseits auf das interkulturelle Lernen durch die Auseinandersetzung mit den Kolleg(inn)en aus dem anderen Land.
Deutsche Fachkräfte begegnen Menschen mit (türkischem) Migrationshintergrund normalerweise nur als Klient(inn)en. Es ist eine neue Erfahrung für sie, auf Augenhöhe mit fachlich versierten KollegInnen aus der Türkei über Arbeitsinhalte diskutieren zu können. Dies lässt sie ihre Zielgruppe und deren spezifische Problematik differenzierter wahrnehmen.
Von daher war auch Ziel dieser spezifischen Maßnahme parallel die Arbeit an verschiedenen Inhalten – hier rund um die Themen Gender und genderbezogene Migrationsarbeit - und die interkulturelle deutsch-türkische Sensibilisierung in diesem Rahmen.
Der detaillierte Sachbericht steht hier zum Download zur Verfügung. Weiterführende Informationen erteilt Christiane Reinholz-Asolli [reinholz(at)ijab.de].
Interkulturelles Training: Leitung von Gruppen im deutsch-türkischen Jugendaustausch
10.12 – 18.12.2006 in Heppenheim
Ziel des Programms war es, die Leiterinnen und Leiter von Jugendaustauschen mit der Türkei - und damit auch die von ihnen durchgeführten Maßnahmen - zu qualifizieren.
Dies geschah in den Bereichen Interkulturelles Lernen, pädagogisch-methodisches Know-how in der Gruppenleitung, Förderrichtlinien/Ziele von Jugendaustauschen und Kenntnis der Kultur und Strukturen des Partnerlandes.
Durchgängig wurden dabei drei Ebenen angesprochen: Die theoretische Ebene in Form von fachlichen Inputs zu den o.g. Themen; die methodische Ebene im Kennenlernen und Reflektieren konkreter Methoden und die praktische Ebene der Zusammenarbeit während der ganzen Woche in einer deutsch-türkischen Gruppe.
Das Training war modellhaft angelegt: Die Teilnehmenden erlebten praktisch verschiedenste Methoden und Inputs, die sie auch selbst in einem Austauschprogramm anwenden könnten – dies allerdings mit der Besonderheit, dass immer wieder die eigenen Erfahrungen und Empfindungen auf einer Metaebene reflektiert wurden und diskutiert wurde, in welcher Situation welche Methode warum angewendet wird, mit welchen Ergebnissen und evtl. Störungen zu rechnen ist und welche kulturellen Besonderheiten evtl. zu berücksichtigen sind.
Der detaillierte Sachbericht steht hier zum Download zur Verfügung. Weiterführende Informationen erteilt Christiane Reinholz-Asolli (reinholz[at]ijab.de).
Jugendmigrationsarbeit in der Türkei und Deutschland
in Istanbul, 09.12. - 18.12.2005
in Köln und Berlin, 23.04. - 03.05.2006
Nachdem im Dezember 2005 acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendmigrationsdienste (JMD) aus Deutschland die Arbeit ihrer türkischen Kolleginnen und Kollegen in Istanbul kennenlernen konnten, fand vom 24.04. bis 03.05.06 der Gegenbesuch der türkischen Migrationsfachkräfte in Köln und Berlin statt.
Im Zentrum beider Programme stand eine mehrtägige Hospitation in den Einrichtungen der jeweiligen Kolleginnen und Kollegen. Durch intensive Arbeit am Gruppenprozess im Istanbuler Programmteil konnte eine Atmosphäre von Nähe und Vertrauen innerhalb der deutsch-türkischen Gruppe aufgebaut werden, die in der zweiten Begegnung eine sehr offene Diskussion auch sensibler Themen möglich machte (wie z.B. der Rolle religiöser Institutionen in der Sozialarbeit oder der Umgang mit traditionellen Familienstrukturen).
Die fachliche Auseinandersetzung fand konkret anhand von Beispielen aus dem Arbeitsalltag beider Länder statt. Dabei bestätigte sich die Ausgangsthese des Programms, dass sich die Zielgruppen der Migrationsarbeit in beiden Ländern und auch ihre Probleme zum Teil sehr gleichen. Der interessante Unterschied besteht darin, dass in der Türkei die (durch Binnenmigration) Zugewanderten der gleichen Kultur angehören wie die sie beratenden Fachkräfte und sich daher bestimmte interkulturelle Problemstellungen in der Beratung nicht ergeben – was den deutschen Teilnehmenden an einigen Punkten eine neue Sicht auf Fragestellungen in ihrer Arbeit eröffnete.
Der ausführliche Bericht über beide Programme steht als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.








