Angebote für Fachkräfte

Fachprogramme mit Chile

 Jugendschutz und Jugendstrafrecht
Deutsch-chilenisches Fachkräfteprogramm in Berlin und Halle, 05.06. - 08.06.05  

Powerpoint-Folie, die Familienbildung in Halle erklärtIn der Zeit vom 05. bis 08. Juni 2005 informierte sich eine kleine Delegation der chilenischen Kinder- und Jugendschutzbehörde (SENAME) über die Kinder- und Jugendhilfestrukturen in Deutschland. Besonderes Interesse lag auch auf dem Jugendstrafrecht.

 

Derzeit wird die Nationale Kinder- und Jugendschutzbehörde (Servicio Nacional de Menores, SENAME) reformiert. Ihre Reform beinhaltet einen Paradigmenwechsel von der Betrachtung der Kinder und Jugendlichen als Objekte der Jugendhilfe hin zu ihrer Wahrnehmung als Subjekte, die mit eigenen Rechten ausgestattet sind. Der derzeitige Reformprozess hat zum Ziel die Bereiche Kinder- und Jugendschutz und die Betreuung von straffällig gewordenen Minderjährigen zu trennen und zu modernisieren.

 

Vor diesem Hintergrund wurde dieses Fachkräfteprogramm gestaltet, das im Einzelnen darauf abzielte, den chilenischen Teilnehmerinnen Wissen über den Kinder- und Jugendschutz und die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland zu vermitteln und Erfahrungen auszutauschen.

 

In Chile wird im allgemeinen von Kinder- und Jugendschutz gesprochen. Die Rechte der Kinder und Heranwachsenden zu schützen ist die Aufgabe, die durch die 1990 in Chile anerkannte UN-Kinderrechtskonvention, auferlegt und auch legitimiert ist. Der Terminus Kinder- und Jugendschutz ist damit in Chile ein sehr weiter Begriff, der auch die „klassische“ Kinder- und Jugendhilfe nach deutschem Verständnis einschließt.

 

Das Programm kam auf konkreten Wunsch und Anfrage der Direktorin des SENAME zustande, obwohl Chile kein Schwerpunkt in der internationalen jugendpolitischen Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mehr ist.

 

Den ausführlichen Sachbericht gibt es hier als pdf-Datei.

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Qualitätsmanagement in der Jugendarbeit
Deutsch-chilenisches Fachprogramm in Santiago de Chile, 02.04. - 10.04.05

Chilenische Kinder posieren im Jugendhaus vor KameraZiel dieses Programms war es, den Partner INTERJOVEN bei der Vernetzung von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen sowie der Entwicklung einer pluralistischen Jugendarbeit und dem Aufbau dezentraler Strukturen zu unterstützen, indem der IJAB ausgewählte Expertinnen und Experten nach Chile schickte, die im Rahmen des Seminars „Qualitätsmanagement in der Jugendhilfe“ Vorträge hielten.

In Deutschland gibt es seit Beginn der 90er Jahre eine intensive Qualitätsdebatte in der sozialen Arbeit, z.B. kann die QS-Reihe des BMFSFJ für diese Entwicklung in der Jugendhilfe Pate stehen.

Chile hingegen steht erst am Beginn des Transfers der aus der Industrie bekannten Qualitätsmanagementkonzepte in den Dienstleistungsbereich und vor allem in die Soziale Arbeit. Die Ausweitung der Qualitätsdiskussion geht in Chile mit dem allgemeinen Modernisierungsprozess des Staates einher.

Mit der Einrichtung des „Interministeriellen Komitees für die Modernisierung der Öffentlichen Verwaltung“ hat sich die chilenische Regierung in den letzten Jahren verpflichtet, einen ganzheitlichen Modernisierungsprozess des Staates anzustoßen. Die Flexibilisierungen der Arbeitsprozesse, die Einführung flexibler und dezentralisierter Verwaltungsstrukturen schaffen einen Bedarf nach Qualitätsstandards, -kontrollen und –sicherungen sowie nach neuen Steuerungsmodellen und einer Sozialarbeit, die sich an der Leistung und der Evaluation des Ergebnisses orientiert.

Der detaillierte Bericht über diese Maßnahme steht hier als Download zur Verfügung.

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