Angebote für Fachkräfte
Flagge von KasachstanGrundlage für die jugendpolitische Zusammenarbeit mit Kasachstan ist die Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem (damaligen) Ministerium für Jugend, Tourismus und Sport der Republik Kasachstan vom 17. März 1995. Seitdem gibt es einen kontinuierlichen Fach- und Führungskräfteaustausch mit Kasachstan zu aktuellen Themen in der Jugend- und Sozialarbeit. Auf Grundlage dieser bilateralen Vereinbarung finden nunmehr im 2-Jahres-Rhythmus bilaterale Gespräche über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Fachkräfte- und Jugendaustausches statt.

Die Republik Kasachstan befindet sich seit der Teilung der Sowjetunion und der Proklamation zur Unabhängigkeit am 30. August 1991 in einem Neuorientierungsprozess. Kasachstan, ein an Bodenschätzen reicher Flächenstaat so groß wie Westeuropa mit rund 15 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern, die sich auf 130 Ethnien verteilen, entwickelt sich nach einer Stagnation, die fast alle postsowjetischen Staaten Ende der 90-er Jahre durchlebten, nun mit einer enormen Geschwindigkeit und strebt ein modernes marktwirtschaftlich orientiertes Staatswesen an.

Die staatliche Jugendpolitik wird von Grund auf neu strukturiert, angefangen bei jugendrelevanter Gesetzgebung bis hin zu wohnortnahen Einrichtungen und den Mechanismen der Zusammenarbeit von staatlichen und freien Trägern. Die Jugend wird in Kasachstan explizit stark gefördert, mit jungen Talenten werden zunehmend Fach- und Führungspositionen besetzt.

Deutschland bildet für Kasachstan – neben den Anrainerstaaten – den Schwerpunkt im bilateralen Fachaustausch zur Kinder- und Jugendhilfe. Für Deutschland ist Kasachstan nicht nur wegen des Themas der Spätaussiedelung Deutschstämmiger, sondern auch wegen der Erfahrungen in der interethnischen Verständigung und interkulturellen Zusammenarbeit ein spannendes und wichtiges Austauschfeld, wie einige hier abgedruckte Berichte belegen.